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Terra-Tech-Partner plant Hilfskonvoi

Erdbeben in Nepal Terra-Tech-Partner plant Hilfskonvoi

Normalerweise unterstützt Terra Tech nachhaltig geplante Projekte in Nepal – jetzt, nach den verheerenden Erdbeben zählt erst einmal nur schnelle Hilfe.

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Marburg. „Wir arbeiten bereits seit Jahren mit unserer Partnerorganisation INF gut und vertrauensvoll im medizinischen Bereich in Nepal zusammen“, sagt Frank Beutell, Projektassistent von Terra Tech Förderprojekte. INF bedeutet International Nepal Fellowship.

Im November 2012 haben Terra Tech  und der lokale Partner INF damit begonnen, 34 Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in West-Nepal mit Solarenergie- und Solarthermieanlagen auszustatten, um die Stromversorgung zu gewährleisten. Das gemeinsame Projekt wurde erst im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen.

Am heutigen Montag entsendet die Partnerorganisation von Pokhara aus, das rund 100 Kilometer westlich des Epizentrums liegt, einen Hilfskonvoi in die vom Erdbeben stark betroffene Region Gurkha. Dort soll an einer geeigneten Stelle ein so genanntes Medical Camp errichtet werden. Das Team setzt sich aus lokalen und internationalen Personal zusammen, es besteht aus fünf Ärzten, zwei Ingenieuren sowie zusätzlichem Assistenzpersonal und einem Fotografen. „Wir von Terra Tech gehören zum Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, die unter dem Titel „Aktion Deutschland hilft" zusammengefasst sind“, erläutert Beutell. Über diese Schiene wird Terra Tech 10 000 Euro Soforthilfe nach Nepal senden.

Spenden für Nothilfe und Wiederaufbau benötigt

„Während es zahlreiche Berichte aus den Zentren des Landes gibt, haben unsere Partner und uns bisher fast keine Informationen aus den entlegenen Gebieten erreicht. Aus dem Epizentrum werden jedoch massive  Zerstörungen gemeldet“, sagt Beutell. Deshalb fiel die Entscheidung, den Hilfskonvoi in diese Gegend zu schicken. Im Moment herrscht touristische Hochsaison in Nepal und es wird geschätzt, dass sich im Moment 300 000 Touristen im Land aufhalten.

„Wir hoffen, im Laufe des Montags neue Informationen zu bekommen, damit wir gezielt unsere Hilfe anbieten können. Wir rufen aber jetzt schon zu Spenden auf, um unsere Nothilfe vor Ort und die späteren Wiederaufbau effektiv unterstützen zu können“, führte Frank Beutell am gestrigen Sonntag gegenüber der OP aus. Die Mitglieder des Fördervereins gehen davon aus, dass das gesamte Ausmaß der Naturkatastrophe noch nicht vollständig erfasst ist und bereiten sich auf eine längere Hilfsaktion vor.

Obgleich Pokhara ähnlich weit wie die Hauptstadt Kathmandu vom Epizentrum des ersten großen Bebens am Samstag entfernt liegt, wurde der Ort nicht so hart wie die Hauptstadt getroffen. „Das liegt an den geografischen Beschaffenheiten vor Ort“, erklärt Beutell.

von Götz Schaub

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