Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
„Tempolimits sind keine Empfehlungen“

Blitz-Marathon „Tempolimits sind keine Empfehlungen“

Am 16. April beteiligen sich Polizisten und kommunale Mitarbeiter zum dritten Mal am bundesweiten „Blitz-Marathon“. Auch in den meisten anderen europäischen Ländern findet diese Aktion zeitgleich statt.

Voriger Artikel
"Leuchtfeuer" für Hartz-IV-Rebellin
Nächster Artikel
SPD will Bus-Knoten am Südbahnhof

Europaweit finden am Donnerstag von 6 bis 24 Uhr Geschwindigkeitsmessungen statt.

Quelle: David Ebener

Marburg. Am Donnerstag ab 6 Uhr heißt es für allzu flotte Autofahrer wieder aufgepasst: Im gesamten Bundesgebiet gibt es in erheblichem Umfang Geschwindigkeitsmessungen.

------------------------------------------------------------------------------------

Hier finden Sie die Grafik zu den Blitzerstellen im Landkreis:

---------------------------------------------------------------------------------

In den Landkreisen Gießen, Wetterau und Marburg-Biedenkopf sowie im Lahn-Dill-Kreis werden mehr als 140 Polizisten und Mitarbeiter der Kommunen an mehr als 70 Messstellen bis um 24 Uhr Raser ins Visier nehmen. Sämtliche Blitzstellen werden im Vorfeld allerdings bekannt gegeben (Messstellen im Landkreis siehe Grafik oben). In ganz Hessen sind mehr als 400 Kontrollstellen geplant. Im Rahmen der Sonderkontrollaktion „Tispol/Speed-Control“ haben zudem mehr als 20 europäische Länder ihre Teilnahme am Blitz-Marathon zugesagt.

Raser sind das größte Risiko im Straßenverkehr

Ursprünglich sollte der Blitzmarathon wie in den Vorjahren 24 Stunden dauern. Aufgrund der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes, die am Freitag im Kölner Dom stattfindet, wird die Aktion jedoch auf den 16. April beschränkt, teilt die Polizei mit.Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor das größte Risiko im Straßenverkehr: In Hessen verursachten Raser im Jahr 2014 die meisten schweren Verkehrsunfälle. Bei einem Drittel der insgesamt 223 Todesopfer im Straßenverkehr war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache. Insbesondere auf Landstraßen ist die Gefahr, schwerste Verletzungen durch einen Unfall davonzutragen, sehr hoch.

Auf gut ausgebauten Straßen neigen viele Fahrzeugführer dazu, die eigene Geschwindigkeit über das Erlaubte hinaus zu erhöhen. Mit diesem Tempo passieren sie Kurven, Einmündungen und Kreuzungen.

Auch innerorts kommen durch zu schnelles Fahren immer wieder viele Menschen ums Leben. Hier sterben die Menschen nicht im, sondern außerhalb des Fahrzeuges. Aus diesem Grund müssen insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger oder Radfahrer, geschützt werden.

Untersuchungen belegen laut Polizei, dass bei einem Tempo von 65 Stundenkilometern acht von zehn Fußgängern bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw sterben, während bei 50 Stundenkilometern acht von zehn überleben.

Moderne Messtechnik erhöht Entdeckungsrisiko

Der Bekämpfung zu schnellen Fahrens kommt eine große Bedeutung zu. Denn Tempoüberschreitungen werden überwiegend bewusst und kalkuliert begangen. „Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine Handlungsempfehlungen“, betont Polizeisprecher Jörg Reinemer - „es ist wichtig, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten“.Der Polizei und den Kommunen kommt es nach Reinemers Worten nicht auf die Anzahl der Verstöße oder Anzeigen an. Ziel sei es, aufmerksam zu machen und „nachhaltig das Geschwindigkeitsniveau zu senken, um damit weitere Tote und Schwerverletzte zu verhindern.“

Die Polizei setzt im übrigen modernste Technik ein. Messanlagen fertigten neben dem bekannten Frontfoto auch Aufnahmen vom Heck des zu schnell fahrenden Fahrzeugs, so dass zum Beispiel Motorradfahrer nach einem festgestellten Geschwindigkeitsverstoß ebenfalls ermittelt werden können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr