Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Tempo 30 im Wehrdaer Weg

Das Verkehrsministerium prüft noch Tempo 30 im Wehrdaer Weg

Das Verkehrsministerium in Wiesbaden prüft noch, ob die Beschränkung auf 30 Stundenkilometer im Wehrdaer Weg rechtens ist.

Voriger Artikel
Halt's Maul, Äffchen!
Nächster Artikel
Schulden-Helfer ächzen unter Kosten

Tempo 30 im Wehrdaer Weg: Oberbürgermeister Egon Vaupel begründet die Geschwindigkeitsbeschränkung mit einer „Gefahrenlage“. Seine Argumentation wird im Verkehrsministerium geprüft. Archivfoto: Tobias Hirsch

Marburg. Bis auf weiteres bleibt es dabei: Im Wehrdaer Weg darf zwischen der Gaststätte „Bremsspur“ und der Höhe „Schulze Berg“ nur mit 30 Stundenkilometern gefahren werden. Das Regierungspräsidium teilte der Stadtverordneten Andrea Suntheim-Pichler (Bürger für Marburg) mit, dass über die Rechtmäßigkeit der Anordnung im Verkehrsministerium entschieden werde.

Die seit 2012 von der rot-grünen Koalition festgelegte Geschwindigkeitsbeschränkung im Wehrdaer Weg auf 30 Kilometer pro Stunde ist umstritten. Zuletzt hatte das Regierungspräsidium im Dezember 2013 Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) angewiesen, das Verbot aufzuheben, da es nicht mit der Straßenverkehrsordnung übereinstimme. Vaupel hatte daraufhin Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) darum gebeten, die Entscheidung zu überprüfen.

Das geschieht jetzt im Ministerium, wie Sprecher Wolfgang Harms mitteilte. Wie lange das Ministerium für die Prüfung braucht, vermochte er nicht zu sagen. Harms deutete aber an, dass es einige Zeit dauern kann: Die entsprechende Abteilung sei knapp besetzt, und der Arbeitsanfall sei hoch.

Vaupel hatte in seinem Schreiben an das Verkehrsministerium mit der „Gefahrenlage“ am Wehrdaer Weg argumentiert und sich damit auf einen Erlass aus dem Jahr 1991 bezogen, der bei „Gefahrenlage“ Tempo 30 erlaubt. An dem etwa 1050 Meter langen Streckenabschnitt gibt es laut Vaupel acht Stellen, an denen der Gehweg weniger als einen Meter breit ist und damit zu schmal für einen Fußgänger, der neben einem Kinderwagen herläuft.

Es bestehe die Gefahr, dass dort ein Fußgänger die Fahrbahn betritt. „Soll ich denn acht Mal Tempo 30 einrichten?“, fragt der Oberbürgermeister als Chef der Straßenverkehrsbehörde.

„Man müsste schon Blitzer aufstellen, denn so bringt das Tempo-30-Schild nichts“

Umfrage:

Paula Acuna, 22: „Ich halte die Einrichtung von Tempo 30 für eine gute Sache. Besonders an der engen Stelle besteht eine hohe Unfallgefahr, weil dort viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Für diese ist Tempo 30 natürlich gut. Ebenso ist es für die Anwohner besser, weil durch den langsameren Verkehr der Lärm eingeschränkt ist.“

Joachim Frey, 56: „Für die Anwohner ist das natürlich gut. Hier wohnen viele Studenten, die von dem Verkehrslärm betroffen sind. Da ich aber selbst Autofahrer bin, weiß ich, dass sich wenige an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten werden. Man müsste schon Blitzer aufstellen, denn so bringt das Tempo-30-Schild nichts.“

Nico Prevelianockis, 51: „Mit Tempo 30 ist es jetzt besser hier. Fahrradfahrer sind nun eindeutig sicherer unterwegs. Besonders an der engen Straßenstelle war es für Radfahrer immer gefährlich. Die Einführung ist daher eine gute Sache, auch wenn es den Verkehr hier verlangsamt und viele Autofahrer bestimmt nervt.“

Thomas Schaper, 27: „Grundsätzlich ist es eine gute Idee. Besonders frühmorgens und spätabends herrscht hier viel Verkehr und es ist sehr laut. Ich glaube aber, dass die Autofahrer sich nicht daran halten werden. Hier fährt eh jeder, wie er möchte. Eine Anzeigentafel oder Blitzer wären auf jeden Fall eine bessere Lösung.“

Cao Jingya, 26: „Ich bin selbst Autofahrerin und finde die Tempo-30-Beschränkung gut. Ich halte mich auch selbst dran. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist immer gut, wenn dadurch Gefahren verringert werden können. Vor allem für die Radfahrer sind das nun bessere Bedingungen.“ Umfrage: Matthias Weber

Sagt uns Eure Meinung in den Kommentaren!

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr