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Teddy-Docs retten Kuscheltiere

Teddy-Klinik Teddy-Docs retten Kuscheltiere

Gerissene Nähte, Magenschmerzen, Fieber, Bein- oder Rüsselbrüche: Die Ärzte der Teddyklinik hatten in dieser Woche viel zu tun.

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Marburg. Mehr als 120 Medizinstudenten standen bereit sich die kleinen und großen Beschwerden hunderter Kuscheltiere anzunehmen. Weit über 700 Kindergartenkinder brachten in diesem Jahr ihre plüschigen Freunde – Bärchen, Katzen, Pferde, Affen und Puppen – zur ärztlichen Untersuchung.

Auf dem Marktplatz präsentierten einige Rettungsassistenten ihre Arbeit und zeigten den Kindern anhand einer Übungspuppe verschiedene Reanimations- und Erste Hilfe-Techniken. In der Klinik durchliefen Kuscheltiere und Kinder alle Stationen eines üblichen Krankenhausaufenthaltes. Angefangen bei der Untersuchung, über Diagnose, Therapie und operative Eingriffe, bis zur Nachsorge und einem Besuch in der Teddyapotheke, blieb der Besuch für die Kinder spannend.

Kuscheltherapie, Wärmflaschen und Pflaster

Neben der wichtigsten Behandlung, der Kuscheltherapie, verordneten die Teddy-Ärzte Wärmflaschen, Pflaster oder Eisbeutel. Besonders schwer kranke Kuscheltiere wurden von den Besitzern dann doch auf die Intensivstation gebracht. In jede Behandlung wurden die kleinen Besucher offen mit einbezogen. Bei jedem Schritt halfen die Kinder mit, nutzten Stethoskop, Verbände oder Spritzen und assistierten bei Operationen. Neben dem Ultraschallgerät war besonders die umgebaute „Röntgenstation“ ein Highlight der Teddyklinik. In diesem Jahr druckten die Assistenzärzte der Station echte, nachbearbeitete Negative der Kuscheltiere aus, welche die Kinder als Andenken mit nach Hause nahmen.

Wie jedes Jahr wurde die Teddyklinik traditionell von den Studierenden der Pharmazie, Human- und Zahnmedizin organisiert. „Das sind mit die schönsten Tage im Rathauskalender“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) über die Veranstaltung. Über das positive Ergebnis der jüngsten Studie über die Teddyklinik, gemeinsam von der Kinderklinik und dem Fachbereich Psychologie durchgeführt,freuten sich die Studenten sehr: „es ist toll zu sehen, dass man etwas bewegt“, sagte Teddyärztin Thea Reuter.

Die Studie belegt, dass die Bemühungen der Studenten, die Kinder mit dem Krankenhausalltag vertraut zu machen und ihnen die Angst zu nehmen, Erfolg hat (die OP berichtete).

von Ina Tannert

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