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Tagesgäste bemängeln Parkplatz-Zustand

Stadtwerke bedauern Beschwerden Tagesgäste bemängeln Parkplatz-Zustand

„Desolater Drecksplatz“: Mehrere Besucher der Michael-Schumacher-Ausstellung in der Nordstadt kritisieren die Parkmöglichkeiten und Preise an den Afföllerwiesen.

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Einige Stellflächen auf dem Parkplatz am alten Gaswerk, die nicht asphaltiert, sondern geschottert sind, stehen bei Regen unter Wasser.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. „Da reist man an, parkt schon wie gewünscht außerhalb der Innenstadt und muss dann aber auf einen Parkplatz, der in katastrophalstem Zustand ist, fahren“, sagt Karl-Heinz Leib. Der Gießener bummelte nach eigenen Angaben am Wochenende durch die Stadt, besuchte die Schumacher-Ausstellung im DVAG-Congresszentrum.

Es sei gerade angesichts der für viele Tausend Formel-1-Fans interessanten Schau „ein Gipfel an Frechheit, absolut unmöglich“ bis zum späten Abend um 22 Uhr pro Stunde ein Euro Gebühr zu verlangen. „Für das Parken auf so einer Wüste, so einem desolaten Drecksplatz, müsste man als Nutzer eher Geld kriegen, als etwas zu bezahlen“, sagt Leib.

Im Gegensatz zu etwa Wetzlar, wo das Autoabstellen ab 25 Cent möglich sei, bewege sich Marburg „fast in Frankfurter Dimensionen – und das in so einer toten Ecke der Stadt“. In der Mainmetropole kostet eine Stunde allerdings zwischen zwei und 2,50 Euro – jedenfalls im Zentrum. Die Stadt Marburg nahm in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben rund 1,2 Millionen Euro über Parkgebühren ein. Es gilt das Prinzip: Je näher an der Innenstadt, desto teurer die Gebühren.

Der Parkplatz „erfüllt so seinen Zweck“

Ähnlich kritisch wie Leib äußert sich Günther Pallock aus Wetzlar, der sich die Motorsportler-Ausstellung im Congresszentrum ebenfalls anschaute. „So eine Krater- und Seenlandschaft ist kein Aushängeschild für das Eingangstor zur Stadt. Schon gar nicht, wenn Besucher von Weiterher kommen.“

Die Stadtwerke bedauern die Beschwerden, jedoch sei der Parkplatz erst 2013 „mit erheblichem Aufwand“ saniert worden, sagt Karin Brahms, stellvertretende Unternehmens-Sprecherin auf OP-Anfrage. „Die Wasserführung wurde erneuert, die Fahrgassen geteert und die Stellplätze mit einer wassergebundenen Decke versehen.“ Der Parkplatz „erfüllt so seinen Zweck“. Weitere Ausbesserungen seien daher nicht geplant.

Den kritisierten Mängeln ist man sich intern aber offenbar bewusst. Nach OP-Informationen planten die Stadtwerke ursprünglich eine komplette Asphaltierung des Parkplatzes, was jedoch untersagt worden ist. Grund dafür: Flächen dieser Größe dürfen nicht versiegelt werden. Dem Unternehmen blieb für eine Befestigung nur die Möglichkeit, Schotter aufzutragen – ein Belag, der sich auf dem Areal verteilt, Unebenheiten und Pfützen verursacht.

Dabei sollte der Parkplatz am alten Gaswerk laut einem Thesenpapier, das Ex-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) vorstellte, attraktiver gemacht, vergrößert werden: Mit dem Bau einer Stahlkonstruktion, um weitere Stellflächen in der Nordstadt zu schaffen. Momentan zählt der Afföllerwiesenparkplatz nach Stadtwerke-Angaben 281 Plätze.

von Björn Wisker

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