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TV Wehrda will mit Hallenbau beginnen

Wehrda TV Wehrda will mit Hallenbau beginnen

Die Arbeiten für den Bau der neuen Tennnishalle sollen in Kürze beginnen, damit sie bis zum Oktober fertig ist.

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In den Ferien ist beim TV Wehrda bereits am Vormittag einiges los. Zahlreiche Kinder und Jugendliche spielten dort gestern Tennis.

Quelle: Heike Horst

Wehrda. Der Tennisverein Wehrda bemüht sich seit dem Wegfall der Halle in der Indus triestraße vor zwei Jahren um den Bau einer neuen Tennishalle, damit der Spielbetrieb auch im Winter und bei schlechtem Wetter gewährleistet werden kann.


Sobald die Baugenehmigung der Stadt vorliegt – TV-Vorsitzender Joachim Baader rechnet täglich damit – soll mit dem Bau einer Ein-Feld-Halle begonnen werden. Die Kosten dafür belaufen sich laut Baader auf 277.000 Euro.

Eigentlich sei der Bau einer Zwei-Feld-Halle geplant gewesen, aber mangels Zuschüssen habe sich der Verein nun für die kleinere Variante entschieden. Nach wie vor hofft der Verein aber auf finanzielle Unterstützung, um die Schuldenaufnahme zu mindern.

Joachim Baader habe Gespräche mit Oberbürgermeister Egon Vaupel geführt, der ihm auch Unterstützung zugesagt habe. Doch weder im Haushalt 2009 noch im Konjunkturpaket sei der TV Wehrda berücksichtigt worden. „Man hat uns noch nicht einmal Bescheid gesagt, immer habe ich anderweitig davon erfahren“, sagte Baader gestern bei einem Pressegespräch, zu dem die CDU-Fraktion eingeladen hatte. Diese möchte dem TV Wehrda im Nachtragshaushalt 85.000 Euro zur Verfügung stellen.

Es gebe derzeit mit der geplanten Einrichtung eines Tennis-Leistungszentrums noch ein weiteres Großprojekte im Tennis-Sport, berichtete Fraktionschef Philipp Stompfe. Er halte aber beide Projekte für förderungswürdig. Die Halle in Wehrda ziele auf den Breitensport, das Projekt in Marburg Süd spreche den Leistungssport an. „Wir unterstützen beide Projekte, da sie sich nicht ausschließen“, erklärte Stompfe. Beim Leistungszentrum seien allerdings noch organisatorische Fragen zu klären, während beim TV Wehrda alle Pläne fertig seien.

„Unsere Kinder und Jugendliche fragen fast täglich nach einer neuen Halle“, berichtete Baader. Der TV Wehrda habe rund 40 Jugendliche und zwischen 60 und 80 Aktive. Ohne Halle sei es schwierig, da auch im näheren Umfeld keine zur Verfügung stehe. Im vergangenem Winter seien die TV-Mitglieder manchmal bis nach Dautphetal gefahren.

„Wenn wir keine Jugendlichen ausbilden, haben wir später auch keine Tennisspieler mehr“, stellte Baader klar. Zudem machte der deutlich, dass der Verein einen wichtigen sozialen Beitrag leiste, denn die Jugendlichen seien dort gut aufgehoben. Dies sollte mit Blick auf das Komasaufen in Marburgs Mitte gewürdigt werden, so Baader. „Wir hätten von der Stadt mehr Unterstützung erwartet.“

„Die Stadt hat dem Verein ihre Unterstützung zugesagt“, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel gestern auf Anfrage der OP. Dem TV läge auch ein Nullbescheid vor, der die Voraussetzung dafür sei, Fördermittel beim Land zu beantragen. „Ich habe allerdings auch Bedingungen gestellt“, sagte Vaupel. Parallel zur städtischen Unterstützung sollte auch der Kreis Zuschüsse gewähren, da 50 Prozent der künftigen Hallennutzer aus dem Kreis kämen, so Vaupel. Es hätten auch Gespräche stattgefunden, „aber der Kreis hat deutlich gemacht, dass er nicht bereit ist, das Projekt zu unterstützen“, so Vaupel.

Des Weiteren habe er den Verein aufgefordert, sich mit dem TC und TV Marburg an einen Tisch zu setzen, um eine gemeinsame Konzeption zu erarbeiten. Dies sei laut Vaupel bisher nicht geschehen. „Wenn eine Absprache der drei Vereine erfolgt ist, steht die Stadt für eine weitere Unterstützung bereit“, so Vaupel. Vielleicht könne die CDU ja mal beim Kreis tätig werden, danmit dieser das Projrekt unterstütze.

Der Antrag auf eine Baugenehmigung für die Tennishalle liege der Stadt zur Bearbeitung vor, berichtete Vaupel weiter. Dass die Bearbeitung noch nicht abgeschlossen sei, liege nicht an der Stadt, sondern noch fehlenden Stellungnahmen von Behörden und Institutionen.

von Heike Horst

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