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Symbolische Besetzung des früheren Arbeitsgerichts

Wohnpolitik Symbolische Besetzung des früheren Arbeitsgerichts

Das Bündnis „Alternativer Runder Tisch“ und die Initiative „Traumklinik“ organisierten die „Besetzung“ des leerstehenden Arbeitsgerichtsgebäudes. Sie fordern „Wohnraum für alle“.

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Die Aktivisten kritisierten die Planungen von Uni und Stadt zur Umnutzung des früheren Arbeitsgerichtsgebäudes. Sie fordern eine gerechtere Wohnraumverteilung.Foto: Lisa Scholz

Marburg. Junge Frauen und Männer versammelten sich am Samstagmittag vor dem ehemaligen Arbeitsgericht in der Gutenbergstraße und bauten dort gemeinsam ein Lager auf. Jeder war willkommen, sich zu ihnen zu gesellen und zusammen den Platz zu besetzen. Anlass der Aktion war das Planungsvorhaben der Stadt für das Gebäude und die davorliegenden Parkplätze. Das Grundstück gehört dem Land Hessen und stand über zwei Jahre leer. Nun hat sich die Stadt dazu entschlossen, dass dort Seminarräume und Büros für die Universität sowie Studentenwohnungen entstehen sollen. „Das war ein intransparenter Planungsvorgang. Es profitiert nur eine Gruppe, andere Wohngruppen werden ausgeschlossen“, sagte Aktivistin Nora Gerlach.

Die Bündnismitglieder wollen, dass an alle Gruppen der Gesellschaft gedacht wird, und vertreten verschiedene Parteien. Sie haben einen anderen Vorschlag für die Nutzung des Geländes. Im bestehenden Gebäude soll ein soziales Zentrum als unkommerzieller Veranstaltungsort entstehen. Anstatt der Studentenwohnheime schlagen sie zwei Wohnhäuser vor, die selbstverwaltet und barrierefrei sind und besonders nach verschiedenen Statusgruppen quotiert sind. Ihre Vorschläge präsentierten sie auf einer Bilderausstellung während der symbolischen Besetzung. „Wir wollen eine Alternative aufzeigen, wie Wohnen aussehen kann“, erklärte Gerlach.

Neben den Stellwänden gab es Informationsmaterialien und die Aktivisten luden zum Gespräch ein.

Nora Gerlach berichtete, dass die Gruppe auch auf Übernachtungen eingestellt sei. Generator, Musikanlage und Zelte seien schon vorbereitet. Nach Angaben der Polizei hielten sich in der Nacht zu Sonntag keine Personen mehr auf dem Gelände auf. Allerdings war das Zelt dort noch aufgebaut.

von Lisa Scholz

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