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Suppenfans bieten exotische Speisen

Suppenfest Suppenfans bieten exotische Speisen

600 Besucher kosteten beim Suppenverein des „Netzwerks Richtsberg“ in der Richtsberg-Gesamtschule Suppen aus aller Welt.

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Gespannt warteten die Teilnehmer und Besucher auf die Preisverleihung (linkes Bild). Serviert wurden viele Suppen aus fernen Ländern. Unter anderem boten Victoria Benkert und Johanna Gebhardt (rechtes Bild, von links) eine Speise aus Südkorea an.Fotos: Kaiser

Marburg. Die Jury des 11. internationalen Suppenfestes hatte es sich im Lehrerzimmer der Richtsberg-Gesamtschule gemütlich gemacht. Wo für gewöhnlich Lehrer miteinander diskutieren oder pausieren, steckten die fünf Jurymitglieder die Köpfe zusammen. Welche der 25 Suppen, die sie probiert hatten, hat am besten geschmeckt? Das war die entscheidende Frage, die es zu beantworten galt. „Die Qualität wird von Jahr zu Jahr besser. Auch heute waren wieder viele tolle Suppen dabei“, sagte Jurymitglied Rita Vaupel, Vorsitzende der Jury und Schirmherrin der „Marburger Tafel“. 25 Teams - Einzelpersonen, Schulen, Vereine - nahmen am Suppenfest, das am Samstag in der Richtsberg-Gesamtschule stattfand, teil. Jedes Team servierte eine selbst gewählte Suppe.

Den Jury-Preis gewann Helen Müllers „Linsen-Kokos-Quitte-Suppe“. Für Müller der vierte Sieg in Folge. Dennoch versicherte sie, dass es trotz der vielen Siege nicht langweilig werde: „Ich komme sehr gerne hierhin, weil die Stimmung so toll ist, und man über Speisen aus fernen Ländern lernt.“

10 Liter Suppe

Es kam natürlich nicht nur die Jury in den Genuss der Speisen. Laut Veranstalter zählte das Fest rund 600 Besucher. Daher musste jedes Team ganze 10 Liter Suppe kochen, und jeder Besucher konnte so viele Suppen probieren, wie es beliebte. Am Ende stimmten die Erwachsenen und die Kinder ab. Denn neben dem Jury-Preis wurden auch noch der Eltern-Preis und der Kinder-Preis vergeben. Beide sicherte sich die „Bürgerinitiative für Soziale Fragen“ (BSF), die eine „Pfefferminz-Joghurt-Cremesuppe mit Kichererbsen und Bulgurbällchen“ servierte.

Kuriose Namen für die teilweise sehr exotischen Suppen schienen Programm zu sein: „Fenchelsuppe mit karamellisierten Apfelstücken“, „Rote-Bete-Suppe mit Gorgonzola-Nuss-Bällchen“ und natürlich die „Sweet Potato Carrot Ginger Soup für Rumpelstilzchen“.

Doch nicht nur die Namen sollten für die fünfköpfige Jury ein Hingucker sein. Beim Kosten der Speisen wurde dem Quintett nicht einfach nur ein Schälchen mit Suppe in die Hand gedrückt. Das Auge isst bekanntlich mit. Daher vergab die Jury auch Punkte für die Präsentation der Speisen.

Das beherzigten unter anderem Johanna Gebhardt und ihre Freundin Victoria Benkert, die den Suppenfans einen „fermentierten-Sojabohnenpaste-Eintopf“ namens „Doenjang-jjigae“ aus Südkorea kredenzten. So schmückten Gong, Fächer und ein koreanisches Langschwert den Stand der beiden Frauen.

„Meine Mitbewohnerin kommt von dort, und wenn sie Heimweh hat, dann kocht sie manchmal diese Suppe. Da dachte ich mir, dass die beim Suppenfest bestimmt gut ankommt“, erzählte Gebhardt. Neben dieser Speise aus Südkorea gab es Suppen aus Mexiko, Frankreich, dem Senegal und dem Irak zu probieren.

von Benjamin Kaiser

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