Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Südstädter feiern stimmungsvoll

Traditionsfest Südstädter feiern stimmungsvoll

Etwa 1400 Liter Bier, mehr als 800 Gäste und Musik bis in den späten Abend: Es war mal wieder Südstadt-Dämmerschoppen.

Voriger Artikel
Wie viel Grenze soll es sein?
Nächster Artikel
Neues Konzept entsteht in Rekordzeit

Auf dem Platz vor dem Staatsarchiv fand am Samstag der Südstadt-Dämmerschoppen statt.

Quelle: Yannic Bakthari

Marburg. „Das Geilste, was es überhaupt gibt“: Das Südstadtfest scheint ihm so sehr gefallen zu haben, dass Ivan Getaings zu starken Worten neigte. „Ich treffe hier Leute, die ich sonst nicht sehe“, sagte der gebürtige Ire, der nach eigenen Angaben schon seit 30 Jahren in Marburg wohnt, allerdings im Stadtteil Cappel. Dennoch kenne er viele Leute im Südviertel und freue sich jedes Jahr wieder aufs Neue aufs Fest.

Unter der Leitung von Klaus Gärtner organisierten in diesem Jahr 25 Mitglieder der Südstadtgemeinde das Fest - ehrenamtlich. „Die gesamte Organisation, der Auf- und Abbau, der Getränkeausschank, das machen wir alles selbst“, sagte Gärtner. Auch um die Verpflichtung der Künstler kümmert sich sein Team.

Einst ein Dämmerschoppen, heute ein Stadtfest

„Früher war das Fest noch ein reiner Dämmerschoppen, aber vor sechs Jahren haben wir es zu einem Stadtfest ausgeweitet“, erklärte Gärtner. Als Cappeler kennt er viele Südstädter und wurde vor drei Jahren sogar Vorsitzender der 165 Mitglieder umfassenden Stadtteilgemeinde. Seither ist Gärtner zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden Bernhard Hartmann hauptverantwortlich für einen reibungslosen Ablauf.

„Wir sind zufrieden, es waren viele Gäste da“, auch wenn es im letzten Jahr wegen noch besseren Wetters mehr Besucher zum Friedrichsplatz zog, wie Gärtner offenbarte.

Musikalisch startete das Fest gediegen mit Blasmusik vom Musikverein Erfurtshausen, „für das eher ältere Publikum“, so Gärtner, auch wenn die Veranstaltung ein „möglichst breites Publikum ansprechen soll“. Doch zum Höhepunkt des Abends hin wurde die Musik immer poppiger und rockiger mit dem Ralph Lohaus Duo. Auf den Abschluss freuten sich die meisten der Besucher: das malerische Feuerwerk, das am Friedrichsplatz kurz vor Mitternacht gezündet wurde.

Barockfeuerwerk, weil Höhenfeuerwerk zu gefährlich wäre

Weil ein Höhenfeuerwerk zu gefährlich wäre, gab es traditionell ein niedrigeres, sogenanntes Barockfeuerwerk.

„Ich freue mich schon riesig auf das Feuerwerk“, sagte die 60-jährige Gabriele Seifert aus Marburg. Sie war zum ersten Mal dabei und äußerte sich begeistert: „Die Gemeinschaft, die Leute, es macht einfach Spaß.“

Auch die 27-jährige Marburgerin Marlen Bauer war bereits am frühen Abend voller Vorfreude auf das Pyrotechnik-Spektakel. Bereits zum dritten Mal in Folge sei sie gekommen, weil sie hier wohne und die besondere, intime Atmosphäre möge.

„Das Südviertel ist eh das schönste Viertel in Marburg“, meinte die Marburgerin Luise Kaut (22). Für Christine Kaut (27, aus Marburg) ist das Südstadtfest „eines der schönsten Feste“ in der Universitätsstadt, „besser als 3TM. Es ist stimmungsvoll, vertraut und sympathisch“.

von Yannick Bakthari

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr