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Studium startet mit Sonne und Sekt

Marburg Studium startet mit Sonne und Sekt

In diesen Tagen strömen Scharen von Studentengruppen durch Marburg. Es ist Orientierungswoche und das bedeutet: Spaß und verrückte Aktionen für die Erstsemester.

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Einige mutige Jura-Erstsemester trauten sich sogar ins kalte und nicht sehr ansprechende Nass des Teiches. Dafür gab‘s 30 Extra-Punkte.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Mädels sind mutiger. Sie ziehen sich aus. Den Jungs ist es einfach zu kalt. In BH und Unterhose stapfen die beiden jungen Frauen in den Teich im Botanischen Garten. „Super, das gibt 30 Punkte“, sagt Anne von der Jura-Fachschaft, die diese feuchte Stadtrallye für die Erstsemester der Rechtswissenschaft organisiert.

Die Juristen sind dieser Tage nicht die einzigen, die ihre Studiumsbeginner durch Marburg schicken. Auch in vielen anderen Fachbereichen ist die studentische Schnitzeljagd bereits eine liebgewonnene Tradition. Eines jedoch ist bei fast allen Stadtrallyes gleich: Der Spaß und der Alkoholkonsum.

Bei den Juristen knallen bereits zu Beginn der Tour die Sektkorken. Mit einem Becher Sekt in der Hand geht‘s los. „Welcher für Marburg wichtige Baumeister, der unter anderem das Rathaus und den Schlossmarstall baute, errichtete dieses Haus?“, fragt die aus Göttingen stammende Erstsemesterin. Ihre künftigen Kommilitonen machen sich an dem alten Fachwerkaus in der Weidenhäuser Straße auf die Suche. Die Lösung ist schnell gefunden: „Ebert Baldewein“, antworten die Entdecker.

Viel Historisches haben die Juristen in ihre Stadtrallye miteingebracht. Die Gruppen laufen durch schmale Gässchen, erklimmen die Treppe der Alten Uni, um einen Blick auf den Fronhof zu erhaschen und finden heraus, in welchem Haus in der Oberstadt Martin Luther nächtigte.

„Wir wollen den Erstsemestern Marburg näher bringen“, erklärt Meike Kösling, Vorsitzende der Jura-Fachschaft. „Aber es soll auch Spaß machen und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.“ Das geht besonders gut beim Staffel-Bobbycar-Fahren und Montagsmaler-Spiel.

„Also ich finde das super“, betont Carina. Die 21-Jährige hatte eigentlich einen Studienplatz in Frankfurt, entschied sich spontan jedoch für Marburg. „Die Stadt ist einfach viel schöner und auch die Leute hier sind sehr nett.“

von Nadine Weigel

 

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