Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Studentin wird auf offener Straße Opfer sexueller Gewalt

Brutaler Übergriff Studentin wird auf offener Straße Opfer sexueller Gewalt

Nach dem Sex-Angriff auf eine 19-Jährige in der Nordstadt fahndet die Polizei nach dem Täter. Die Hoffnung der Ermittler: das dem Opfer geraubte Handy orten und damit den Täter finden zu können.

Voriger Artikel
Feier weckt Kindheitserinnerungen
Nächster Artikel
Doppelte Bahnbrücke

Vor dem Jägertunnel, der zwischen Neuer und Alter Kasseler Straße verläuft, hat ein Unbekannter laut Polizei eine 19-Jährige „massiv sexuell missbraucht“.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Der Angreifer soll die Studentin am Samstagmorgen (5.30 Uhr) nach OP-Informationen von hinten attackiert, sie zu Boden geworfen, mehrfach ins Gesicht geschlagen und ausgezogen haben.

Der Mann soll sich der jungen Frau demnach vom Namensklang als „Sorin“ oder „Surin“ ausgegeben haben und 30 Jahre alt sein. Unklar ist, ob er eine Waffe oder ein Messer dabei hatte. Die Studentin beschreibt den Sex-Täter als „dunkelhäutig, schwarzhaarig und gebrochen deutsch sprechend“.

Die Staatsanwaltschaft ordnet den Fall nicht als Vergewaltigung, sondern als „massiven sexuellen Missbrauch“ ein - jedoch sind Angriffe wie dieser, die im öffentlichen Raum geschehen, unabhängig von der juristischen Definition selten.

Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden, geben in einer kürzlich veröffentlichten, deutschlandweit 10.000 Befragten umfassenden Studie in der Mehrzahl (69 Prozent) an, dass die eigene Wohnung Tatort ihrer Misshandlung war, 20 Prozent nennen öffentliche Räume wie Parks, Parkhäuser oder Straßen als Übergriffsorte.

Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen bezeichnet öffentliche Räume als Vergewaltigungs-Tatorte angesichts der recht geringen Fallzahlen sogar als „Mythos“. Und: Dass die Opfer mit „brutaler körperlicher Gewalt, gar mit Waffengewalt überwältigt werden“ - also so, wie offenbar am Samstagmorgen in der Nordstadt geschehen - sei auch die absolute Ausnahme.

Dennoch: In der Nordstadt herrscht Betroffenheit angesichts der Sex-Attacke auf offener Straße. „Schrecklich“, sagt eine 26-Jährige, die täglich durch den Jägertunnel läuft. Die Unterführung wirke auf sie „jedes Mal gespenstisch“, so „manche seltsame Typen treiben sich da herum“.

Ein Bewohner, der schräg gegenüber des Jägertunnels wohnt, sagt im Gespräch mit der OP: „Dass so etwas in unmittelbarer Nachbarschaft passiert, ist furchtbar. Ich schlafe immer mit offenem Fenster, gehört habe ich aber nichts.“

Polizei sucht Zeugen unter der Telefonnummer 06421/4060.

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sexueller Übergriff auf Studentin

Eine junge Frau ist in Marburg Opfer eines "massiven sexuellen Übergriffs" geworden. Am Samstagmorgen gegen 5.40 Uhr soll die 19-Jährige nahe der Bushaltestelle Zimmermannstraße - beim Hauptbahnhof - überfallen, geschlagen, missbraucht und ausgeraubt worden sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigt soeben entsprechende OP-Informationen.

mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr