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Studentenzentrum nimmt Gestalt an

Max-Kade-Zentrum Studentenzentrum nimmt Gestalt an

Gestern war das Richtfest für das Max-Kade-Zentrum: Im Studentendorf entstehen 49 neue Wohnheimplätze und ein dazugehöriges Kommunikationszentrum.

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Der Rohbau des künftigen Kommunikationszentrums im Studentendorf bot gestern den Raum für die offiziellen Reden zum Richtfest für das Max-Kade-Zentrum.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Max Kade hätte sich gefreut darüber, dass dieses Zentrum für die Begegnung entsteht, denn er hat sich stets für die Völkerverständigung eingesetzt“, sagte Dr. Uwe Grebe, der Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg. Kernstück des neuen Zentrums ist ein Kommunikationszentrum, dass vor allem die Begegnung von deutschen und ausländischen Studierenden ermöglichen soll. Die 1901 von dem aus Deutschland in die USA ausgewanderten Industriellen Max Kade gegründete Stiftung hatte vor einigen Jahren den Anstoß zum Bau des Marburger Zentrums gegeben.

Insgesamt kosten das vierstöckige neue Wohngebäude und das danebengelegene Begegnungszentrum rund 4,3 Millionen Euro. Die Max-Kade-Stiftung finanziert den Bau mit 450000 US-Dollar. Einen Großteil der restlichen Bausumme steuert das Land Hessen hinzu.

„Es bewegt sich viel in Hessen: Wir haben so viele Studierende wie noch nie, und es werden noch mehr“, sagte Staatssekretär Ingmar Jung aus dem hessischen Wissenschaftsministerium. Auf diesen Anstieg der Studierendenzahlen reagiere das Land Hessen unter anderem mit dem Sonderprogramm Wohnungsbau, das hessenweit 2000 Wohnheimplätze schafft.

Studentenwerks-Geschäftsführer Grebe machte deutlich, dass sich ein Teil der hauptsächlich durch den harten Winter verursachten zeitlichen Verzögerung habe wieder aufholen lassen. Vor einem Jahr war das Bauprojekt mit dem ersten Spatenstich gestartet worden.

Ursprünglich war die Inbetriebnahme des Zentrums schon für den Beginn des Wintersemesters im Oktober geplant gewesen. Derzeit geht Grebe davon aus, dass die Wohnungen im Februar 2014 bezugsfertig sind. Die offizielle Einweihung soll im Frühjahr kommenden Jahres erfolgen.

„Die Versorgung der Studierenden mit günstigem Wohnraum wird verbessert“, freut sich Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne. Aus Sicht von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bedarf es auch weiterhin besonderer Anstrengungen, den Studierenden in Marburg qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Rund 40 Prozent der 760 im Studentendorf im Waldtal wohnhaften Studierenden stammen aus dem Ausland.

Für die ausländischen Studierenden seien kommunikative, soziale und kulturelle Angebote im Wohnumfeld besonders wichtig, sagte Achim auf der Heyde, der Geschäftsführer des Deutschen Studentenwerks. „Es wird hier gemeinsam getagt, gefeiert und musiziert“, warf OB Vaupel bereits einen Blick in die Zukunft des Max-Kade-Zentrums.

Im Begegnungszentrum sollen unter anderem ein großer Gastraum für kulturelle Veranstaltungen, eine Bibliothek und ein Musikraum mit Klavier eingerichtet werden.

von Manfred Hitzeroth

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