Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Studentenzahl wird deutlich steigen

Wintersemester 2013/2014 Studentenzahl wird deutlich steigen

Die Verantwortlichen der Marburger Universität richten sich auf ein erneutes Rekordsemester ein: Schon jetzt ist die Studierendenzahl aus dem Vorjahr überschritten.

Voriger Artikel
Nazi-Symbolik: Radfahrer provoziert
Nächster Artikel
Bus gegen Kleinwagen

Er ist einer von bisher 22 764: Der Marburger Student Stefan Vieth sitzt am Ausgang der Unterführung vor den geisteswissenschaftlichen Türmen der Marburger Universität.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Ob vielleicht sogar die Zahl von 24000 Studierenden im kommenden Wintersemester überschritten wird, ist noch nicht abzusehen. Klar ist bisher schon, dass es wieder ein neues Allzeithoch geben wird. Wenn man den Stand der bisherigen Neueinschreibungen und Rückmeldungen zusammenrechnet, dann ist mit knapp 23000 die Rekord-Studierendenzahl aus dem Vorjahr bereits um rund 100 übertroffen. Das erläuterte Dr. Gabriele Neumann von der Marburger Uni-Pressestelle der OP auf Anfrage. Es gibt noch ein weiteres Indiz dafür, dass die Studierendenzahlen in Marburg deutlich steigen werden: Die Zahl der Bewerbungen um einen Studienplatz ist um 15 Prozent gestiegen. „Wir gehen davon aus, dass die Studierendenzahl im Wintersemester deutlich höher sein wird als im vergangenen Jahr“, berichtete Uni-Vizepräsident Professor Harald Lachnit, der in der Uni-Leitung für „Studium und Lehre“ zuständig ist. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Prognosen, die Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause bereits vor einigen Monaten gegeben hat.

Erwartet worden war der Zuwachs unter anderem deswegen, weil aus mehreren Bundesländern Absolventen der doppelten Abiturjahrgänge an die Universitäten kommen sollten. Lachnit ist allerdings derzeit nicht sicher, ob die „G8“-Welle auch wirklich in der prognostizierten Höhe auf die Hochschulen zukommen wird und ob nicht ein großer Teil der jungen Abiturienten zunächst doch eher ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren wird.

Klar ist laut Lachnit schon jetzt, dass es wohl einen deutlichen Zuwachs der Studierendenzahlen im Fachbereich Jura und im Fach Betriebswirtschaftslehre geben wird, wo in beiden Fällen die Zulassungsbeschränkung durch den „Numerus Clausus“ (NC) aufgehoben worden war. Zudem werden deutlich mehr neue Lehramtsstudenten an der Marburger Universität ein Studium aufnehmen.

Bewerbungsfrist läuftbis zum 27. September

Noch ist die Planung des kommenden Semesters für die Uni-Verantwortlichen eine Rechnung mit einigen Unbekannten. Denn bis zum 27. September können sich neue Studierende noch in Marburg einschreiben. Und nicht alle, die sich um einen Studienplatz in Marburg beworben haben, werden ihn bei einer Zusage auch annehmen.. Zudem ist auch die Rückmeldefrist noch nicht abgeschlossen. Endgültige Klarheit über die genauen Studierendenzahlen wird somit erst ungefähr Mitte November herrschen, wenn das Wintersemester einige Wochen alt ist. Doch in diesen Tagen läuft die Arbeit im Studierendensekretariat der Universität auf Hochtouren. Schließlich geht es jetzt darum, allen potenziellen neuen Marburger Studierenden einen möglichst guten Service zu bieten. Wo genau die Kapazitätsgrenze der Marburger Universität in Sachen Studierendenzahlen liegt, das kann Uni-Vizepräsident Lachnit nicht genau beziffern. Neben den sehr gut ausgelasteten Massenfächern gebe es auch einige Fächer, in denen es durchaus noch potenzielle Studienplätze gebe wie beispielsweise die Physik, die Romanistik oder die Keltologie.

Auch beim Marburger Studentenwerk, das für Essen und Wohnen zuständig ist, richtet man sich auf ein erneutes Rekordsemester ein. So sind im Studentendorf bereits rund 70 Notquartiere eingerichtet, die aber nach Angaben von Studentenwerkssprecherin Franziska Busch noch nicht benötigt werden. Im Notfall würden diese Quartiere Studierenden zur Verfügung stehen, die zum Semesterstart noch keine Wohnung am Studienstandort Marburg oder in der Umgebung gefunden haben. Auch in den beiden vom Studentenwerk betriebenen Mensen im Lahntal und auf den Lahnbergen ist man auf einen Studentenansturm vorbereitet. „Es wird jeder satt werden. Vorräte sind genug da“, macht Busch klar. In den Mensen gibt es Mittagessen immer von 11.30 Uhr bis 14 Uhr. Studierende, die danach noch Mittagessen wollen, können das in den Bistros machen. „Wir haben durchgehend warme Küche“, erläutert die Studentenwerks-Sprecberin. Probleme könnte allerdings die beschränkte Kapazität an Sitzplätzen machen. So stehen in der Erlenring-Mensa im Lahntal insgesamt 650 Plätze zur Verfügung und in der Lahnberge-Mensa sind es nach Angaben von Busch 580. Eine Erweiterung der Platz-Kapazität steht aber derzeit nicht an.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr