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Studentenwerk plant neues Wohnheim

Studentendorf-Erweiterung Studentenwerk plant neues Wohnheim

Das Marburger Studentenwerk will ein zusätzliches Studentenwohnheim errichten, das direkt an das Studentendorf im Waldtal angrenzen soll.

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Diese Grafik zeigt, wie das geplante Studentenwohnheim Hasenherne im Waldtal aussehen soll.

Quelle: Studentenwerk Marburg

Marburg. Nach monatelangen Vorplanungen werden die Planungen für ein neues Bauprojekt jetzt immer konkreter. Das Studentenwerk Marburg will ein neues Wohnheim bauen, das speziell auf die Bedürfnisse von studentischen Familien zugeschnitten sein soll. Das Konzept und die Rahmenplanungen dafür stellten Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe und Hans-Peter Hardt, Leiter der Bauabteilung des Studentenwerks, jetzt in einem Pressegespräch der OP vor.

Für insgesamt fünf Millionen Euro soll das siebengeschossige Gebäude in der Gemarkung Hasenherne errichtet werden, die direkt an das Studentendorf im Waldtal angrenzt. Zu diesem Zweck hat das Studentenwerk das dazugehörige Baugrundstück vom Land Hessen im Erbbaurecht erworben.

Insgesamt sollen in dem neuen Wohnheim 80 Wohnplätze entstehen. Aufgeteilt werden sie in Zweier- oder Dreier-Wohnungen - ideal für junge studentische Familien oder alleinerziehende Studierende mit Kind. Zudem könnten die Wohnungen aber auch als WG‘s genutzt werden, erläuterte Uwe Grebe.

Die Planungen sehen vor, dass auf einem zweigeschossigen Unterbau ein fünfgeschossiger Überbau platziert wird, der sich sowohl farblich auch als gestalterisch davon deutlich abhebt. Diese Planungen wurden bereits im Gestaltungsbeirat der Stadt Marburg vorgestellt und dort auch positiv bewertet, erläutert Hans-Peter Hardt. Ein Bauantrag liegt ebenfalls bereits vor, bestätigte der städtische Baudirektor Jürgen Rausch der OP auf Anfrage.

Baubeginn möglicherweise im Sommer

Wenn alles nach Plan läuft, dann könnte der Baubeginn für das neue Wohnheim-Projekt Anfang Juli oder Anfang August dieses Jahr starten, so Studentenwerks-Chef Grebe. Geplant ist dann eine Eröffnung des Wohnheims zum Wintersemester 2017/2018, also spätestens im Oktober 2017.

Einen Großteil der Gesamtkosten von fünf Millionen Euro will das Studentenwerk aus Eigenmitteln finanzieren. 1,36 Millionen Euro kommen aus einem Förderprogramm des Landes Hessen für studentische Wohnheime hinzu.

Aus Sicht des Studentenwerks soll das neue „Familienwohnheim“ auch eine Lücke füllen, die durch den Brand des Wohnheims in der Straße Am Richtsberg 88 im Sommer 2014 entstanden ist. Seit damals ist dieses Hochhaus, das 118 Wohnungen hatte, unbewohnbar. Zwar plant das Studentenwerk schon seit einiger Zeit eine Sanierung des Gebäudes. „Aber es liegt immer noch keine definitive Entscheidung vonseiten der Gebäudeversicherung vor, wie viel sie uns erstatten werden“, erläutert Uwe Grebe. Der Anwalt des Studentenwerks dränge zwar auf eine schnelle Entscheidung, doch diese deute sich bisher noch nicht an. „Die lassen uns in der Luft hängen“, sagte Grebe. Das Gebäude am Richtsberg sei immerhin winterfest hergerichtet und müsse nicht beheizt werden. Die Betriebskosten seien nur minimal. Dennoch hoffen die Verantwortlichen des Studentenwerks, dass eine Sanierung und darauffolgende Inbetriebnahme sich jetzt nicht noch unbegrenzt weiter verzögert.

Im Zeitplan ist auf jeden Fall ein anderes Bauprojekt des Studentenwerks: Zum Wintersemester 2016/2017 soll das im Bau befindliche Studentenwohnheim mit 60 Studenten-Appartments an der Gutenbergstraße fertig sein und bezogen werden, kündigte Grebe an. Eine offizielle Einweihung soll voraussichtlich im September erfolgen. Für 4,1 Millionen Euro entstehen dort auf dem ehemaligen Parkplatz des früheren Arbeitsgerichts nicht nur ein Wohnheim, sondern auch ein Bistro des Studentenwerks.

von Manfred Hitzeroth

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