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Studentenwerk erhält mehr Geld

Förderung Studentenwerk erhält mehr Geld

Zwei Millionen Euro gibt es mehr für die hessischen Studentenwerke. Wie viel davon das Marburger Studentenwerk erhält, ist noch nicht ganz klar.

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Die  Erlenring-Mensa ist so gut besucht, dass die Öffnungszeiten des Bistros ausgeweitet wurden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) gab am Montag bekannt, dass die fünf hessischen Studentenwerke von der Landesregierung eine zusätzliche Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro erhalten (die OP berichtete). Damit steigt die Landesförderung auf insgesamt 19,6 Millionen Euro pro Jahr.

Das zusätzliche Geld soll einen Teil der gestiegenen Kosten für Mensen und Cafeterien tragen und die notwendige personelle Ausstattung der Ämter für Ausbildungsförderung sicherstellen. Wie genau das Geld unter den fünf Einrichtungen verteilt wird, darüber laufen die Gespräche der Landesregierung mit den Studentenwerken noch, teilte Mark Kohlbecher, Pressesprecher des Wissenschaftsministeriums der OP gestern auf Anfrage mit.

Deswegen ist auch noch nicht klar, wie viel Geld von dieser Zusatz-Finanzierung nach Marburg fließt. Die hessischen Studentenwerke finanzieren sich hauptsächlich durch eigene Erlöse in den Mensen und Cafeterien sowie durch Wohnheimmieten. Hinzu kommen die Semesterbeiträge der Studierenden sowie die öffentliche Finanzierung der Landesregierung.

„Wir freuen uns sehr über die zusätzlichen Landesmittel, aber eigentlich bräuchten alle hessischen Studentenwerke noch einmal dieselbe Summe von zwei Millionen Euro zusätzlich“, machte Grebe im Gespräch mit der OP deutlich. „In den vergangenen Jahren haben sich Umfang und Zahl der Aufgaben der Studentenwerke durch die wachsenden Studierendenzahlen und die veränderten Studienbedingungen infolge des Bolognaprozesses deutlich erhöht“, heißt es auch in einer Mitteilung des Wissenschaftsministeriums.

Zusätzliches Geld wird dringend benötigt

Die Studentenwerke in Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Kassel und Marburg sind für die soziale und wirtschaftliche Unterstützung von gegenwärtig rund 215 000 Studierenden in Hessen zuständig. Ihr gesetzlicher Auftrag umfasst beispielsweise die Verpflegung in den Mensen und Cafeterien, den Bau und das Betreiben von Studentenwohnheimen, die Kinderbetreuung und die Beratung in sozialen und psychosozialen Fragen. Darüber hinaus sind die Studentenwerke auch zuständig für die Bearbeitung der Bafög- und sogenannten Meister-Bafög-Anträge.

Bisher bekam das Marburger Studentenwerk pro Jahr 2,6 Millionen Euro an Landeszuschüssen. Jetzt hofft Studentenwerks-Geschäftsführer Grebe darauf, dass an den Standort Marburg rund ein Fünftel der Zusatzsumme – also in diesem Fall bis zu 400 000 Euro – gehen.

Das zusätzliche Geld werde dringend benötigt, zum Beispiel wegen der Ausweitung der Öffnungszeiten der Bistros in den Mensen aufgrund der Überfüllung in den Haupt-Essenszeiten, erläuterte Grebe.
Zudem seien aufgrund der in Marburg um rund 25 Prozent gestiegenen  Studierendenzahl auch mehr Bafög-Anträge zu bearbeiten.

von Manfred Hitzeroth

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