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Studenten lieben Fahrrad-Leihsystem

Mobilität Studenten lieben Fahrrad-Leihsystem

Das Fahrrad-Leihsystem "Call a Bike" wird unter Studenten immer beliebter. Die Zahl der Stationen wird nun erweitert.

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Eine von Hunderten „Call a Bike“-Nutzern in Marburg: die Studentin Luisa Zell. „Die Standorte sind gut zu erreichen“, sagt sie.

Quelle: Emily Davies

Marburg. Insgesamt 150 Räder sind in der Universitätsstadt im Einsatz. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem System gemacht. Mehr als 300000 Fahrten durch Marburger Studenten wurden seit Aufnahme des Betriebes im Frühjahr 2014 zurückgelegt“, sagt Cornelius Hansen, Referent für Verkehr vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität. Studenten können die Räder, die Deutsche Bahn und Asta bereitstellen, eine Stunde kostenlos fahren, weil die Nutzung durch den Semesterbeitrag finanziert wird.

Rund 20 Stationen gibt es derzeit in der Stadt, etwa am Hauptbahnhof, Südbahnhof, Fachbereich Chemie (Lahnberge) und am Bürgerhaus Wehrda. Derzeit ist eine Kapazitätserweiterung der Standorte Alte Kasseler Straße und Hauptbahnhof Ost in Arbeit. Auch Erweiterungen in der Ketzerbach/Pharmazie, Wehrda/Ernst-Lemmer-Straße, beim Friedrichsplatz und bei der Biologie (Lahnberge) sind vorgesehen. „Leider ist aktuell noch kein genauer Zeitpunkt für die Genehmigung und den Aufbau der weiteren Stationen zu nennen“, so der Asta.

Im Frühling dieses Jahres gingen beim Asta Beschwerden wegen wild abgestellter Fahrräder ein. „Die Situation hat sich jedoch, jedenfalls was an uns herangetragene Fälle angeht, seitdem entspannt.“

Unter Umständen kommt es zu einem Kostenzuschlag von fünf Euro, wenn man dabei erwischt wird, das Fahrrad abseits einer Station abzustellen. Bei untersagten Abstellorten müssen die Betroffenen sogar mit 50 Euro rechnen.

Umfrage unter Studenten

Fünf Studenten schildern der OP ihre Erfahrungen mit „Call a Bike“: „Es ist sehr praktisch, vor allem, weil man die Räder in anderen Städten auch benutzen kann. Außerdem kann man in der App schnell nachsehen, wo ein Fahrrad steht. Allerdings ist es teilweise schwer zu handeln, weil es recht schwer ist. Es hat alles, was ein Fahrrad braucht, daher ist es als Stadtfahrrad gut, aber für eine etwas längere Strecke eher schwierig“, sagt Mara Scherner.

Timm Hellfritz sagt: „Es ist gut geeignet, wenn man schnell irgendwo hin möchte. Man ist spontan mobil, und die Räder funktionieren gut. Außerdem braucht man sich auch keine Gedanken machen, dass vielleicht etwas am Fahrrad fehlt, wofür man von der Polizei angehalten werden könnte. Ebenso ist es gut, dass man es an vielen verschiedenen Stationen wieder abgeben kann. Schließlich bleibt man auch viel fitter, wenn man regelmäßig Fahrrad fährt. Allerdings gibt es nicht immer eine absolute Garantie, dass die Fahrräder da stehen, wie es auf der App angezeigt wird, weil sie manchmal noch wild irgendwo abgestellt werden.“

Luisa Zell sagt: „Ich habe kein eigenes Fahrrad, daher ist das System eine gute Alternative, vor allem, um Kosten zu sparen. Denn es ist teuer, wenn man ein gut funktionierendes Fahrrad kaufen möchte. Ich finde es super, dass man mit den Rädern schnell flexibel sein kann. Außerdem sind die Standorte gut zu erreichen, weil sie recht breit verteilt sind. Der Korb vorne am Rad ist auch gut geeignet, wenn man noch schnell etwas einkaufen gehen möchte. Schließlich ist die App problemlos zu bedienen.“

Melinda Hübner sagt: „Das Konzept ist super, vor allem, weil man als Student eine Stunde umsonst fahren kann. Außerdem kann man auch für andere, die die App nicht haben, weil sie eventuell die technischen Geräte nicht haben, ein Fahrrad ausleihen.“

Niklas Zeitke sagt: „In Marburg kommt man meistens schneller vom Fleck, wenn man ein Fahrrad benutzt, weil es sich ziemlich schnell in der Marburger Kernstadt staut, und wenn man es mal eilig hat, ist die Fahrt mit dem Bus meistens kontraproduktiv. Außerdem erspart man sich Gedrängel im Bus, und es sind eigentlich immer Fahrräder da, wenn man mal eins braucht.“

von Emily Davies

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