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Studenten entkamen dem Tsunami

Augenzeugen Studenten entkamen dem Tsunami

Die beiden japanischen Medizinstudenten Yuichiro Maeda und Ryo ­Nishinarita, Augenzeugen der Naturkatastrophe in Japan, absolvieren derzeit ein Praktikum am Uni-Klinikum in Marburg.

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Kardiologie-Professor Bernhard Maisch (Mitte) freut sich über den Besuch der japanischen Medizinstudenten Ryo Nishinarita (links) und Yuichiro Maeda am Uni-Klinikum.

Quelle: Thomas Breme

Marburg. Am 11. März dieses Jahres, als das verheerende Erdbeben und die anschließenden Tsunamiwellen die ostjapanische Küste in große Mitleidenschaft zogen, spielten die beiden Studenten Yuichiro Maeda (23) und Ryo Nishinarita (24) von der Kitasato-Universität gerade im Sportclub ihrer Uni Tennis.

Es war 2.46 Uhr, und die sich anbahnende Naturkatastrophe begann mit einem Erdbeben, das immer stärker wurde. „Der Tennisplatz in Hasunuma liegt nur 300 Meter vom Meer entfernt“, erläuterte Maeda jetzt im Gespräch mit der OP. „Weil wir so nahe am Meer waren, hatten wir sofort Angst vor einem Tsunami.“ So begaben sich die beiden Studenten und 60 weitere Menschen von der Tennisanlage direkt in das fünf Minuten entfernte Hotel im Landesinneren.

Alle 100 Hotelgäste gingen dann aus Angst vor den Tsunami-Wellen in das vierte und fünfte Stockwerk des Gebäudes. Dreimal nacheinander im Abstand von jeweils einer Stunde gab es Tsunami-Alarm. „Die Tsunami-Wellen waren dann glücklicherweise nicht ganz so hoch und erreichten nur die Straße vor dem Hotel“, erzählt der japanische Student. In dem Ort an der Küste gab es aber an diesem Tag trotzdem ein Todesopfer zu beklagen: einen 50-jährigen Mann, der wohl die Kraft der „zweiten Welle“ unterschätzt hatte. Die anderen Einwohner des Ortes und die Hotelgäste kamen mit dem Schrecken davon. Allerdings war durch das Erdbeben die Elektrizitätsversorgung unterbrochen, und es war unmöglich, sich im Fernsehen über die wahren Dimensionen der Katastrophe zu informieren. In den Folgetagen stürzte Japan ins Chaos.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.

von Manfred Hitzeroth

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