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Streik betrifft möglicherweise auch den Landkreis

Deutsche Bahn Streik betrifft möglicherweise auch den Landkreis

Am heutigen Dienstag will die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) einen Warnstreik durchführen. Dieser beginnt laut Plan der Gewerkschaft um 21 Uhr und soll bis morgen um 6 Uhr andauern. Zum Niederlegen der Arbeit wurden alle Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten der Deutschen Bahn aufgefordert. Grund für den Streik sind Forderungen nach Gehaltserhöhungen und verringerte Arbeitszeiten.

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Quelle: Hendrik Schmidt

Marburg. Die Aktion kann laut GDL alle Fern-, Regional- sowie Güterzüge und S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn bedient werden, betreffen. Welche Züge bestreikt werden, wird aber erst mit Streikbeginn bekannt gegeben. Daher stehen alle Betroffenen dem Streik mehr oder weniger machtlos gegenüber. Welche Bahnstrecken betroffen ist, wird man erst um 21 Uhr oder kurz davor erfahren.

Seitens der Stadtwerke Marburg, gibt es weder die nötigen Kapazitäten einen Streik abzudämpfen noch die rechtlichen Rahmenbedingungen um andere Landkreise zu befahren, teilt deren Pressesprecher Pascal Barthel mit.

Auch der RMV kann nicht viel gegen den Protest der GDL tun, da er selbst von ihm betroffen ist. Die Strecken des RMVs, die von der Deutschen Bahn bedient werden, laufen Gefahr von Ausfällen betroffen zu sein. Der durch eigene Fahrer abgedeckte Verkehr wird aber selbstverständlich nicht behindert, teilte eine Sprecherin des Verbundes mit.

Möglicher Ersatzverkehr ungewiss

Die Deutsche Bahn selbst bemüht sich um Schienenersatzverkehr. Genauere Auskünfte können jedoch erst nach Bekanntgabe der bestreikten Strecken seitens der GDL gegeben werden.

Nichtsdestotrotz stellt das Unternehmen mehr Servicepersonal in den Bahnhöfen und Zentralen zur Verfügung, die den Betroffenen schnellstmöglich helfen sollen. Auch wird ab 18 Uhr eine kostenfreie Servicenummer freigeschaltet unter der Kunden der Bahn beraten und alternative Möglichkeiten zum Erreichen eines Reiseziels gefunden werden sollen. Die Nummer lautet 08000 99 66 33.

Zudem empfehlen alle betroffenen Dienstleister bereits jetzt möglichst Züge zu nehmen, die den Zielbahnhof vor 21 Uhr erreichen, um somit den Streiks aus dem Weg zu gehen. OP-Leserin „Jana Ephana Meddlweib“ beispielsweise kündete auf Facebook bereits an, dass sie den Besuch bei ihrem Vater in Mainz, den sie nur einige wenige Mal im Jahr sehen kann, nun verkürzen muss, um morgen wieder pünktlich an der Arbeit zu erscheinen.

Denjenigen, die bis 21 Uhr arbeiten müssen oder aus sonstigen Gründen keinen früheren Zug nehmen können, ist damit aber leider trotzdem nicht geholfen. Ihnen bleibt nur abzuwarten.

von Andreas Spielmeyer

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