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„Stilltreff“ unterstützt Eltern

Regelmäßige Treffen im Uniklinikum „Stilltreff“ unterstützt Eltern

„Stillen ist die gesündeste, preiswerteste und einfachste Art der Ernährung für Babys. Besonders für Frühgeborene ist es wichtig“, betont Professor Rolf Felix Maier, der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

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Nicole Hartmann (von links) mit Noah und Carolin Ventzke mit Jona.

Quelle: privat

Marburg. Stillen stärke die Bindung zwischen der Mutter und dem Kind. Zudem enthalte die Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe, die das Baby für eine gesunde Entwicklung brauche. Bei der Mutter verringere sich durch das Stillen das Risiko, an Gebärmutter-, Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.

Aus diesem Grund hat das Uniklinikum für Mütter und ihre Neugeborenen einen „Stilltreff“ ins Leben gerufen. „Frauen, die gerade entbunden haben, sollen dort eine Anlaufstelle finden, wo sie mit offenen Fragen bezüglich des Stillens hinkommen und professionelle Unterstützung erhalten können“, sagt Heike Witzel. Sie richtet gemeinsam mit Marlies Kreh die kostenlosen und offenen Treffen aus, die jeden zweiten Montag stattfinden.

Die beiden Kinderkrankenschwestern haben viel Erfahrung mit Stillberatung. Beide haben das Examen zur geprüften Still- und Laktoseberaterin abgelegt, ein Titel, der notwendig ist, um einen offiziellen „Stilltreff“ zu gründen. „Wir beiden sind aber nicht die Wortführer, wir moderieren eher“, sagt Kreh.

Stillwunsch in vergangenen Jahren gestiegen

Schließlich sollen sich die Mütter während der eineinhalbstündigen Treffen vor allem untereinander austauschen. Kreh und Witzel beantworten den Eltern Fragen und führen sie bei Bedarf in neue Thematiken ein. So geht es beispielsweise um die Beikost – die meistens breihaftige Nahrung, die das Kind im Alter von ungefähr sechs Monaten zur Umstellung auf normale Kost bekommt.

Kreh betont, dass der Stillwunsch in den vergangenen Jahren gestiegen sei, es mangele nur an Unterstützung für Mütter. „Junge Mütter sind heutzutage häufiger alleine und es fehlt ihnen an Unterstützung, weil sie nicht mehr mit fünf Generationen unter einem Dach leben. Von daher ist die Vernetzung junger Mütter untereinander ein wichtiger Aspekt“, bestätigt Maier.

Das nächste Treffen findet am kommenden Montag von 10 bis 11.30 Uhr statt. Neben den Müttern und Neugeborenen sind natürlich auch Familienmitglieder wie Geschwister oder Großeltern willkommen. Auch Langzeitstillende können kommen. Unter Telefon 06421 / 5863691 haben Eltern die Möglichkeit sich anzumelden und weitere Informationen einzuholen.

von Rike Werner

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