Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Stiftungsprofessur stärkt Lungenforschung

Berufung Stiftungsprofessur stärkt Lungenforschung

Der Lungenspezialist Dr. Klaus Kenn ist an der Marburger Universität zum Professor für das Fach Pneumologische Rehabilitation ernannt worden.

Voriger Artikel
Wut eines Wirts: Hungerstreik für Inder
Nächster Artikel
Anwohner sieht Rechtsfrieden gestört

Professor Klaus Kenn ist in der Schön-Klinik am Königsee für die Reha von Lungenkranken zuständig.

Quelle: Schön-Kliniken

Marburg. Dr. Klaus Kenn (62), der Chefarzt des Fachzentrums für Pneumologie in der Schön-Klinik im Berchtesgadener Land, ist seit Jahren einer der ausgewiesenen deutschlandweiten Spezialisten für die Rehabilitation von schwer lungenkranken Patienten.

Insbesondere hat er zahlreiche wissenschaftliche Studien vorgelegt – zur Reha von Patienten nach Lungentransplantationen und bei seltenen Lungenerkrankungen. Bereits seit einigen Jahren kooperieren Kenn und sein Team schon mit der Universität Marburg. So verfassten mehrere   Medizin-Studierende aus Marburg anhand von Forschungsaufenthalten in der Klinik im Berchtesgadener Land ihre Doktorarbeiten.

Jetzt wurde die Forschungskooperation auf eine institutionalisierte Basis gestellt, denn Kenn wurde auch zum Marburger Professor ernannt. Die Weichen dafür wurden bereits in der Juni-Sitzung des Marburger Uni-Senats gestellt. Dort stimmte der Senat dem diesbezüglichen Vorschlag des Fachbereichs Medizin zu. Die Professur ist eine Stiftungsprofessur, das heißt, sie wird inklusive der Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für die kommenden drei Jahre  nicht von der Universität, sondern von den Schön-Kliniken gezahlt.  Dem Fachbereich entstehen so  keine zusätzlichen Kosten. Und die Uni-Verantwortlichen hoffen auf eine Fortführung der Stiftungsprofessur nach der Pensionierung Kenns in drei Jahren.

Deutschlandweit erste Professur in diesem Fach

Anlässlich der Ernennung von Kenn zum Professor fand in der Klinik in Schönau am Königssee eine Feierstunde statt. „Dass das pneumologische Fachzentrum jetzt einen universitären Charakter bekommt, wird Türen öffnen, die bisher für die Rehabilitation verschlossen schienen“, sagte Klinik-Leiter Philipp Hämmerle. Umgekehrt hat die Professur auch für die Uni Marburg durchaus einen Mehrwert, erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause der OP:

„Das ist hochinteressant für uns.“ Denn es handle sich um ein Forschungsfeld, das ansonsten am Fachbereich Medizin nicht angeboten worden sei. So werde die Lungenforschung in Marburg gestärkt. Klar sei auch, dass die Rehabilitation von Lungenkranken heutzutage in Kliniken im Gebirge oder am Meer stattfinde – und zwar dort, wo keine Uni-Kliniken angesiedelt seien.

Nach Krauses Wissen ist es deutschlandweit die erste Professur in diesem Fachgebiet. Ein Großteil der Lehre und der Forschungsprojekte soll in Schönau stattfinden. Angedacht sind aber auch Blockseminare des neuen Professors in Marburg, erläuterte die Uni-Präsidentin. Besonders über das Zustandekommen der Stiftungsprofessur freut sich auch Professor Claus Franz Vogelmeier, der Chef der Klinik für Innere Medizin/Schwerpunkt Pneumologie am Uni-Klinikum Marburg, weil er sie mit angestoßen hat.

„Das ist ein idealer Mosaikstein für uns“, erläutert Vogelmeier. Denn das neue Fach ergänze sich optimal mit dem in Marburg seit Jahren etablierten Therapie- und Forschungsschwerpunkt zur schweren Lungenkrankheit COPD.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr