Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Steuerzahlerbund kritisiert Kostensteigerung

Stadthalle Steuerzahlerbund kritisiert Kostensteigerung

Der Bund der Steuerzahler berichtet von Verschwendung öffentlicher Gelder und listet mehr als 100 Fälle auf. 

Voriger Artikel
Zusätzliche Sparmaßnahmen stehen ins Haus
Nächster Artikel
Kreatives Kochen für die Seele

Die Sanierung der Stadthalle in Marburg kostete mehr als geplant.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Bund der Steuerzahler hat in seinem aktuellen  Schwarzbuch die Kosten für den jährlichen Hessentag kritisiert. In dem Jahresbericht finden sich neben dem traditionellen Landesfest zehn weitere Fälle mutmaßlicher Verschwendung von Steuergeld in Hessen, darunter die Sanierung der Marburger Stadthalle. Diese war ursprünglich mit 19,4 Millionen Euro beziffert worden. Kostensteigerungen seien bis zu einem gewissen Grad hinnehmbar, erklärte der Steuerzahler-Bund.

Auf die nun veranschlagten 37,6 Millionen Euro treffe das aber nicht zu. Der Steuerzahler-Bund wies zudem daraufhin: Die Kosten für einen vergleichbaren Neubau am bestehenden Standort wurden mit mehr als 43 Millionen Euro angegeben. „Ob die inzwischen prognostizierten Gesamtkosten von 37,6 Millionen Euro für die im Juni 2016 eröffnete Stadthalle ausgereicht haben, wird der voraussichtlich Ende des Jahres vorliegende Abschlussbericht zeigen“, heißt es in dme Schwarzbuch.

„Das ist frech“, kommentierte Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) den Steuerzahler-Bericht über Marburg. „Die Kostensteigerung ist ärgerlich, aber keine Verschwendung“, sagte er der OP. Die ursprüngliche Kostenrechnung sei zum Beispiel  noch ohne den Anbau für das KFZ oder die Schulräume gemacht worden. CDU-Fraktionschef Wieland Stötzel sagte, die Haltung der CDU sei durch den Steuerzahlerbund bestätigt worden. „Ein Neubau wäre im Ergebnis günstiger gewesen.“

von Anna Ntemiris und Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr