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Sternsinger sammeln mehr als 15000 Euro für Kenia

Spenden-Aktion Sternsinger sammeln mehr als 15000 Euro für Kenia

Sternsinger aus Marburg und Cölbe besuchten Menschen in ihren Privathäusern, aber auch in Krankenhäusern und ­Altenheimen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies empfing ebenfalls die drei Könige.

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Die Sternsinger vor der Marburger Kugelkirche.

Quelle: Franz-Xaver Brock

Marburg. Seit dem Dreikönigsfest sind in zahlreichen Ländern der Welt Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs, um vielen Menschen und ihren Häusern Christi Segen zu bringen. Über die Türen der besuchten Häuser schreiben die in prunkvolle Kostüme der Könige aus dem Morgenland – Caspar, Melchior und Balthasar – gekleideten Sternsinger die Segens-formel „20*C + B + M + 17“. Die Buchstaben C, M und B stehen dabei für die lateinischen Worte: „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.

Auch in Marburg waren wieder viele junge Leute mit ihren Begleitern unterwegs, um nicht nur Menschen in Privathäusern, sondern auch in Altenheimen und Krankenhäusern und auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies mit ihren Liedern und Segenswünschen zu erfreuen und zu begeistern. Am vergangenen­ Sonntag waren die Sternsinger­ zum Abschluss in den Filialgemeinden von St. Peter und Paul in Wehrda und Cölbe unterwegs. Die Sternsinger wollen daran erinnern, dass erlittene Ungerechtigkeiten und Elend und Ausbeutung verzweifelter­ Menschenmassen, die keine reale Möglichkeit sehen, ihre ­Situation auf friedlichem Wege zu verbessern, zu Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Deshalb heißt der andere Namen für Frieden: Entwicklung.

So verkünden sie die Botschaft von Weihnachten: „Gott will Frieden für alle Menschen, ganz besonders für die Kinder – und wir helfen dabei mit.“ Durch die von den Sternsingern weltweit gesammelten Spenden können jährlich mehr als 2000 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika, bei denen die Hilfe für Kinder im Vordergrund steht, gefördert werden.

Mehr als 120 Teilnehmer

Jedes Jahr wird ein Schwerpunktthema und -land für ihre Hilfe ausgewählt. Diesmal geht es um den Klimawandel und was er zum Beispiel in der Region Turkana im Nordwesten ­Kenias verursacht. In diesem semiariden Gebiet (Halbwüste) fällt immer weniger Regen, sodass die dort lebenden Nomaden kaum noch Wasser finden. Der Bau von Rückhaltebecken und bessere Schulbildung für die Kinder sollen hier zukünftiges Leben dauerhaft möglich machen.

Es ist deshalb besonders erfreulich, dass die mehr als 120 Kinder aus Marburg und Cölbe mit ihren sie betreuenden Begleitern aus allen Marburger Pfarreien in diesem Jahr die Re-kordsumme von mehr als 15000 Euro gesammelt haben.

So kann der Segen für das eigene Haus auch zum Segen für viele nach Nahrung und Wissen hungernde Kinder gereichen. Ihre Not kann gemindert und der Frieden gefestigt werden. Niemand muss dann aus seiner Heimat flüchten, um sein Leben zu schützen.

Wer noch spenden möchte, kann sich an die Pfarrbüros der katholischen Gemeinden in Marburg und Cölbe wenden.

von Franz-Xaver Brock

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