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Stellvertreterin wird neue Vorsitzende

Marburger SPD Stellvertreterin wird neue Vorsitzende

Führungswechsel bei der Marburger SPD: Auf Marianne Wölk folgt Monika Biebusch als Chefin des SPD-Stadtverbandes.

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Marianne Wölk (links) gab ihr Amt als Marburger SPD-Vorsitzende an Monika Biebusch ab.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Die scheidende Marburger SPD-Chefin Marianne Wölk vermied es bei ihrer Abschiedsrede auf dem Parteitag im Bürgerhaus Wehrda weitgehend, die Gründe für ihren Verzicht auf den Parteivorsitz näher zu erläutern. Allerdings wies sie darauf hin, dass sie aufgrund des Amtes in den vergangenen zwei Jahren viele private Termine nicht mehr habe wahrnehmen können. So habe ihr Ehemann Hans-Joachim Wölk an ihrem Hochzeitstag alleine ein Konzert besuchen müssen.

Auch ansonsten habe die Zusammenarbeit im Vorstand nicht immer optimal funktioniert, sagte Wölk noch. Mit ihrem Vorschlag zur Teilung der Stadträtin-Stelle von Dr. Kerstin Weinbach sei sie gescheitert, nannte Wölk einen ihrer Misserfolge. Durch „das „Gezerre“ sei sie nicht gesünder geworden, erklärte die scheidende Vorsitzende. Eine Aussprache über die von Wölk genannten Gründe für ihren Verzicht auf den Parteivorsitz fand auf dem Parteitag nicht statt. Die Delegierten gingen schnell zur Tagesordnung über. Es standen noch weitere Rechenschaftsberichte der Vertreter von Jusos, der AG 60 plus und der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) an, in denen jeweils ein Überblick über die Parteiarbeit im Jahr 2012 gegeben wurde. Darüber fand ebenso keine Diskussion statt wie über den Rechenschaftsbericht der SPD-Fraktion, den SPD-Fraktionsvorsitzender Steffen Rink gab.

Rink nannte mehrere Beispiele dafür, dass die von ihm geleitete Fraktion es im Stadtparlament geschafft habe, strittige Themen auf eine sachliche Ebene zu bringen. So hätte sich die SPD-Fraktion in Sachen Windkraft-Standorte für Windmessungen stark gemacht und somit zur Versachlichung der Debatte beigetragen. Auch das Thema Wohnungsnot sei die SPD pragmatisch angegangen: Aufgrund der Fraktions-Initiative seien 1,5 Millionen Euro Fördermittel als Zuschüsse für sozialverträglichen Wohnungsraum in den städtischen Haushalt eingestellt worden.

Die mit 38 Ja-Stimmen bei 6 Nein-Stimmen, einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme gewählte neue Vorsitzende ist im SPD-Stadtverband bereits eine „alte Bekannte“. Monika Biebusch (49) war acht Jahre lang stellvertretende Vorsitzende. Biebusch, die auch Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Moischt ist, will die „innerparteiliche Kommunikation“ verbessern. So solle sich der Stadtverbandsausschuss künftig alle zwei Monate treffen, und das Mitglieder-Info solle regelmäßiger erscheinen. Als einen Schwerpunkt für die künftige Arbeit nannte sie die Entwicklung der Stadtteile. Thorsten Büchner (42 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme, eine Enthaltung) ist neuer Stellvertreter und war zuvor bereits als Schriftführer im SPD-Vorstand tätig. Zur neuen Schriftführerin wurde Alexandra Kluesmann gewählt. Neuer Kassierer ist Andreas Steih-Winkler anstelle von Thomas Pfeiffer. Pressereferent bleibt Schaker Hussein. Beisitzer sind Hilde Mende, Karin Szeder, Waltraud Wohlfeil-Schäfer sowie Andreas Leder (Jusos), Dieter Kopp (AG 60 plus) und Theresia Jakobi (ASF).

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