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Steffen Rink tritt als SPD-Fraktionschef ab

Personalie Steffen Rink tritt als SPD-Fraktionschef ab

Stabwechsel unter Sozialdemokraten: Steffen Rink, Garant für Rot-Grün, hört als Fraktionschef der SPD in der Stadtverordnetenversammlung in Marburg auf. Einen Nachfolger gibt es wohl bereits.

Steffen Rink tritt als Vorsitzender der SPD-Fraktion zurück.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Rink sagte am Sonntag noch während der Ermittlung der Trendergebnisse, er werde in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr für den Fraktionsvorsitz kandidieren und auch nicht für den Fraktionsvorstand zur Verfügung stehen. Diese Entscheidung habe er für sich schon vor Monaten getroffen und der Partei auch mitgeteilt, sagte Rink am Sonntagabend. Er selbst führte berufliche und familiäre Gründe für seine Entscheidung an.

Mehrere Parteimitglieder sprechen aber auch von internen Differenzen während des Oberbürgermeisterwahlkampfs 2015 als Grund für die Entscheidung von Rink.

Dass Rink, der auf Listenplatz drei stand und somit neben den Magistratsvertretern OB Dr. Thomas Spies und Dr. Kerstin Weinbach der Spitzenkandidat der SPD war, nicht auf den Wahlplakaten zu sehen gewesen ist, befeuerte zuletzt Gerüchte um seinen Rückzug.

Neue Gesichter sollen altbekannte ablösen

Die Gestaltung der Wahlplakate sei „mit meine Idee gewesen“, sagt Rink, der das auch im sozialen Netzwerk Facebook erläutert. Neue Gesichter wie etwa Myriam Hövel oder Anna Maria Rembas sollten demnach die altbekannten ablösen. „Das Ganze war ein Signal für die Zukunft und kein Hinweis auf meine persönlichen Ambitionen“, sagte Rink, der als Abteilungsleiter bei Arbeit und Bildung arbeitet.

„Mir fehlt einfach die Zeit für ein derart intensives ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik“, sagte Rink gestern. Er galt immer als Befürworter und Garant der rot-grünen Koalition. Auf der konstituierenden Sitzung der neuen Fraktion am 21. März soll ein Nachfolger gewählt werden. Rink sagte, er wünsche sich, dass Matthias Simon, Stadtverordneter und Ortsbeiratsvorsitzender in Ockers­hausen, sein Nachfolger als Fraktionschef werde.

Simon (53) ist seit 2010 Mitglied des Stadtparlaments. Gegenüber der OP bestätigte er am Sonntagabend, dass er als Fraktionsvorsitzender zur Verfügung stehe.

von Björn Wisker und Till Conrad

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