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Stefan Heck versucht es noch einmal

CDU-Kandidat zur Bundestagswahl Stefan Heck versucht es noch einmal

63,8 Prozent stimmen wieder für Stefan Heck. Warum? Weil sie ihm die größten Chancen einräumen, das Direktmandat im Bundestagswahlkampf im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu holen.

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Stefan Heck (Mitte) bekommt von Frank Gotthard (links)einen Rucksack für den Wahlkampf geschnürt, Dr. Christean Wagner gratuliert.

Quelle: Tobias Hirsch

Lohra. Er ist auf dem Sprung. Will heißen, Stefan Heck könnte noch für kurze Zeit Berliner Luft schnuppern. Er steht derzeit als erster Nachrücker auf der hessischen Landesliste für den Deutschen Bundestag. Viel lieber möchte er aber in den kommenden Monaten die Grundlagen für ein vierjähriges Engagement in Berlin legen und zwar als direkt gewählter Kandidat des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die erste Hürde nahm er schon mal mit Bravour. Die deutliche Mehrheit der 184 Delegierten des 80. Kreisparteitages der CDU sprach ihm ihr Vertrauen aus. Sein Mitbewerber Mathias Range schaffte es auf 65 Stimmen, Heck auf 115. Großen Applaus erhielten beide Kandidaten für ihre Bewerbungsrede, allein Dr. Thomas Schäfer, hessischer Finanzminister, stellte in der Aussprache eine interessante Überlegung an. Er wollte die Kandidaten nicht miteinander vergleichen oder gar gegeneinander ausspielen, er stellte lediglich die Frage in den Raum, wer wohl und warum die größere Chance habe, das Direktmandat erstmals seit 22 Jahren wieder zu gewinnen. Darauf nahm auch Heck zuvor in seiner Rede Bezug: „Wir haben jedes Mal einen neuen Kandidaten aufgestellt. Wir haben alle vier mit größtem Einsatz und aller Kraft um das Direktmandat gekämpft - und keiner von uns war am Ende erfolgreich. [...]Ich bin der festen Überzeugung, dass wir hier Kontinuität brauchen. Kontinuität in den Themen, in unserem Einsatz für unsere Heimat, aber auch Kontinuität bei den Personen. Und wir brauchen Grundsatztreue, denn die Menschen erwarten gerade in diesen Zeiten, dass wir Orientierung bieten.“ Diese Argumentation zog offensichtlich, denn bei den Sachthemen ernteten die beiden Kandidaten Heck und Range immer wieder Beifall, zeigte sich keiner von ihnen fern ab vom allgemeinen CDU-Kurs. Range kann für sich in Anspruch nehmen, nun in allen CDU-Verbänden im Landkreis bekannt zu sein als jemand, der willensstark ist, der kämpfen will, der über Leistungsbereitschaft seinen Weg gehen will. Und so tröstete ihn Versammlungsleiter Heinrich Herbener damit, dass seine Zeit sicher noch kommen werde.

Hecks größte Herausforderung besteht nun darin, gegen Sören Bartol zu bestehen, der als Direktmandatsgewinner Vertreter des Kreises im Bundestag ist. Und so schoss er auch die erste Breitseite in Richtung Bartol. Als Befürworter des Baus der A 49, der B-252-Ortsumgehung und die Ortsumgehung Eckelshausen findet es Heck „unerträglich, dass der Mitbewerber der SPD, der gerne selbstgefällig von seiner Tätigkeit im Verkehrsausschuss des Bundestages berichtet dort nichts für unsere Region erreicht“.

Heck: Rhön AG muss Verantwortung übernehmen

In Sachen Verkauf des Uniklinikums Gießen und Marburg räumten Heck und Range ein, dass sich die CDU die Entwicklung nach dem Verkauf an die Rhön AG anders vorgestellt habe. Heck wurde sehr deutlich: „Zweifellos hat der Rhön-Konzern nicht alles richtig, sondern im Gegenteil vieles falsch gemacht.“ Die Fusion der Uni-Klinika habe die Standorte gesichert, doch: „Wenn es die Rhön AG zulässt, dass in der Öffentlichkeit über die Streichung von bis zu 500 Stellen munter spekuliert wird, lässt sie im Umgang mit den Mitarbeitern, dem Betriebsrat und den Menschen in unserer Region jegliche Sensibilität vermissen.“ Und dass die „hochmoderne Anlage zur Partikeltherapie nicht zum Laufen gebracht werde, sei nicht hinzunehmen, da müsse die Rhön AG „endlich ihren Verpflichtungen nachkommen“. Bei aller Kritik müsse man sachlich bleiben und nicht wie die SPD agieren. Heck: „Wenn Herr Dr. Spies ernsthaft sagt, die Sterblichkeitsrate sei in privatisierten Krankenhäusern höher als in öffentlichen Kliniken, ist dies an Unverantwortlichkeit und Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten.“

von Götz Schaub

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