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Statt Blutbuche eine Süßkirsche oder Marone?

Baum wird gefällt Statt Blutbuche eine Süßkirsche oder Marone?

In Marburgs Altstadt muss eine 80 Jahre alte präch­tige Blutbuche gefällt werden. Sie ist vom Brandkrustenpilz befallen.

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Diese Blutbuche am Renthof ist von einem Pilz befallen und muss deshalb gefällt werden.

Quelle: Patricia Graehling

Marburg. Eine majestätische Blutbuche am Renthof wird in der ersten Aprilwoche gefällt, denn sie hat wegen eines Pilzbefalls einiges an ihrer Herrschaftlichkeit eingebüßt. „Die Eigentümer des Grundstücks haben eine Fällgenehmigung beantragt“, erklärte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Die Stadt hat dies genehmigt, da die Erkrankung des Baumes schon weit fortgeschritten ist. Gerd Schüssler vom Fachdienst Stadtgrün erklärte, dass die Stadt den Baum seit einem Jahr beobachte. „Er hat eine erhebliche Höhlung im unteren Stammbereich“, sagte Schüssler.

Das alleine sei noch kein Grund für das Fällen. Allerdings sei die Fäule durch den Brandkrustenpilz schon sichtbar. „Dieser aggressive Pilz greift die Wurzeln an“, erklärte Kahle. So habe es im Stadtgebiet schon mehrere Fälle gegeben, bei denen vom selben Pilz befallene Bäume bei völliger Windstille spontan umgefallen seien. Verletzt wurde laut Kahle zum Glück niemand. Aber ein ähnliches Szenario wolle man bei dem großen, 80 Jahre alten Baum am Renthof verhindern.

Schüssler erklärte, dass der Brandkrustenpilz nicht zwangsläufig ansteckend für benachbarte Bäume sei. Der befalle nur ohnehin schon geschwächte Bäume. Der teilweise ausgehöhlte Baum am Renthof habe im vergangenen Jahr schon nur noch knapp ein Viertel des Laubes getragen, mit dem eine benachbarte Blutbuche sich geschmückt hatte. Kahle erklärte den künftigen Mitgliedern des neuen Ortsbeirats, dass die Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Blutbuche steht, einen Ersatzbaum pflanzen müssen. Laut Schüssler denken diese an einen Obstbaum, da auf alten Bildern das Grundstück von Obstbäumen gesäumt werde. Schüssler empfahl etwa eine Süßkirsche oder eine Marone.

von Patricia Grähling

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