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Startschuss für die neue Kreuzung

Bauarbeiten beendet Startschuss für die neue Kreuzung

Die Bauarbeiten an der mit 35.000 Fahrzeugen pro Tag am stärksten befahrenen Kreuzung in Marburg sind abgeschlossen. Doch ein paar Streitpunkte bleiben.

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Insgesamt kostete das Bauprojekt 4,2 Millionen Euro, die von Hessen Mobil und der Stadt zu etwa gleichen Teilen getragen wurden.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Seit Juli 2014 wurde die Kreuzung, an der sich die Beltershäuser Straße, die Cappeler Straße, die Umgehungsstraße und die Südspange treffen, umgebaut: Versorgungsleitungen wurden verlegt, Geh- und Radwege erneuert, neuere und leistungsfähigere Ampelanlagen installiert und schließlich der Asphalt neu aufgetragen und die Fahrstreifen neu angelegt.

An der benachbarten Kreuzung – der Einmündung der Marburger Straße auf die Umgehungsstraße – wurde zudem ein Kreisverkehr gebaut. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten erst Ende des Jahres abgeschlossen werden.

„Dass die Bauarbeiten nun deutlich früher als vorgesehen abgeschlossen werden können, liegt nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit zwischen Hessen Mobil, der Universitätsstadt Marburg und der Baufirma“, lobte Ferdinand Weber von Hessen Mobil bei der offiziellen Verkehrsfreigabe der neuen Ampelanlage.

Doch auch das Wetter spielte den Bauarbeitern in die Hände. „Wir hatten einen milden Winter, dadurch konnten wir gut durcharbeiten“, so Uwe Dulereit, Oberbauleiter der Firma Eurovia. Kein Tag sei in der Bauphase durch das Wetter verloren gegangen.

Nun bleiben auf der Kreuzung nur noch ein paar Restarbeiten: Die Verkehrsinseln müssen bepflanzt, noch ein paar Pflastersteine verlegt werden. „Das Gros ist aber abgeschlossen“, versichert Projektleiter Bernd Marquordt.

Kombinierte Fuß- und Radwege für Radler

„Die Zeit der großen und weniger großen Hindernisse für die Verkehrsteilnehmer ist beendet“, versprach auch Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Damit bezog er sich auch auf die Fahrradfahrer, die nun in den von der Kreuzung abzweigenden Straßen ausgeschilderte kombinierte Fuß- und Radwege benutzen können.

„Eigentlich macht man das nicht, weil es das Konfliktpotenzial zwischen Radfahrer und Fußgänger erhöht“, weiß er. Allerdings werde die Kreuzung von so wenigen Fußgängern genutzt, dass dies kein größeres Problem darstellen dürfte. „Ideal ist es allerdings nicht“, räumt er ein.

Ein weiterer Kosmetikfehler sind die Ortsangaben auf den Verkehrsschildern an der Cappeler Kreuzung. Erst vergangene Woche beschwerte sich eine OP-Leserin aus Cappel darüber, dass auf den Schildern nur lokale Ortsangaben gemacht werden. Ortsunkundige Autofahrer, die auf die B 3 in Richtung Gießen oder Kassel wollen, hätten nicht ausreichend Möglichkeit, sich zurechtzufinden.

Behörde: Haben uns an Vorgaben gehalten

„Als Autofahrer kann ich nicht nachvollziehen was auf den Schildern draufsteht“, stimmt der OB zu. „Ich bin der Auffassung, dass da nicht nur ‚zur B 3‘, sondern auch Gießen und Kassel draufstehen sollte.“ Platz dafür gebe auf den großen Verkehrsschildern schließlich genug: „Da oben kann man ja ganze Romane draufschreiben.“

Das sieht Harald Schröder von der Marburger Straßenverkehrsbehörde anders. „Wir haben uns bei der Beschriftung der Schilder an bestimmte Straßenverkehrsrichtlinien zu halten und die geben nun mal vor, dass man maximal vier Ziele angeben darf.“ Dabei haben sie sich für die vier Ziele, die geographisch am nächsten liegen, entschieden.

„Die B 3 ist den Autofahrern ein Begriff“, rechtfertigt auch Susanne Wilhelm von Hessen Mobil das gemeinsame Vorgehen. Wichtiger als zu erfahren, in welche Richtung sie führt, sei es für Ortsunkundige zu wissen, wie sie überhaupt erst zur Bundesstraße gelangen. „Eine Bundesstraße ist schließlich jedem ein Begriff.“

von Ruth Korte

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