Pierre Ehlich, hier in seinem Zimmer im Uni-Klinikum, hofft, dass ein passender Spender gefunden wird.
Marburg. Bei der Typisierungsaktion geht es am Samstag von 10 bis 16 Uhr darum, ein wenig Blut zu spenden und damit vielleicht ein Leben zu retten. Die Chance liegt zwar im günstigsten Fall nur bei 1:20 000. Aber je mehr Leute in die Elisabethschule kommen, desto größer wird sie.
Darüber hinaus wird den potenziellen Stammzellspendern ein attraktives Programm geboten: Verschiedene DJs legen auf, der deutsche Beatboxing-Meister gibt eine Kostprobe seines Könnens und auch die Cheerleader der Marburg Mercenaries treten auf. Es gibt Imbiss- und Getränkestände und ein Kinderkarussell. „Es wird schon wie so‘n kleines Volksfest“, sagt Pierre Ehlichs Mutter Claudia Ihlefeld.
Für die Stammzellspender entstehen keine Kosten – allerdings ist die Deutsche Knochenmarkspenderdatei auf Spenden angewiesen. 50 Euro kostet die DKMS jede Typisierung. Sollte ein Stammzellspender für Pierre oder einen anderen Erkrankten dabei sein, gibt es zwei Wege der Entnahme: die klassische Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose aus dem Beckenknochen und die ambulante periphere Entnahme. „Das kann man sich ein bisschen wie eine Dialyse vorstellen“, sagt Nicole Heßmert von der DKMS-Spenderneugewinnung.
von Holger Schmidt
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