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Städtebund ist skeptisch

Umweltzone Städtebund ist skeptisch

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ist von Umweltzonen – wie sie in Marburg in der Diskussion stehen – enttäuscht. Indes fordert er mehr Fahrräder und Elektro-Autos in Stadtzentren.

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Laut Marburger Stadtverwaltung werden Luftbelastungswerte immer wieder überschritten. Die Einrichtung einer Umweltzone sei daher sinnvoll. Doch diese sind umstritten.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Umweltzonen hätten außer Bürokratie für Bürger und Verwaltungen bisher wenig gebracht, den Erwartungen der Menschen nach sauberer Luft würden sie zu wenig gerecht, sagt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer. Das deckt sich mit der Kritik der Opposition im Marburger Stadtparlament, die eine Umweltzonen-Einführung – wie der Magistrat sie anstrebt – ablehnt.

„Die Luftqualität wird hier zunehmend schlechter, deshalb wollen wir die Umweltzone. Sie ist eine legitime Maßnahme, um die Luftreinheit zu sichern“, begründete Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) den Schritt zuletzt bei der Debatte um das Konzept für einen Luftreinheitsplan in der Universitätsstadt. Die Landesbehörden lehnen die Einführung einer Umweltzone bislang ab, da die Schadstoff-Belastung nur einen kleinen Stadtbereich ausmache.

Städte setzten Umweltzonen nicht konsequent um

Landsberg sieht vor allem in Elektroautos und kommunalen Fahrrad-Angeboten – ähnlich wie dem zuletzt auch in Marburg gestarteten Verleihsystem „Call a Bike“  – die Lösung für Probleme mit der Luftqualität.  „Das ist das beste Mittel, die Feinstaubbelastung zu reduzieren und den Lebenswert gerade von Innenstädten zu steigern.“

Die Umweltzonen sehen sich auch Kritik der Deutschen Umwelthilfe ausgesetzt – allerdings nicht aus Zweifel an deren Wirksamkeit: Von 55 deutschen Städten, die das Sondergebiet eingerichtet haben, setzen einer aktuellen Studie zufolge nur sechs die Zufahrtsbeschränkung konsequent durch, kontrollieren und bestrafen auch die Fahrer parkender Autos.

von Björn Wisker

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