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Stadtwerke schenken Geld für Rad-Kauf

Förderprogramm 2014 Stadtwerke schenken Geld für Rad-Kauf

Nächstes Kapitel in der Fahrrad-Offensive: 100 Euro erstatten die Stadtwerke ab sofort jedem, der ein Elektrofahrrad kauft. Unternehmen und Magistrat wollen damit einen Anreiz zur Abkehr vom Autofahren geben.

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Den Kauf von Elektrofahrrädern unterstützen die Stadtwerke ab sofort mit bis zu 100 Euro. Der Neupreis für Einsteigermodelle liegt zwischen 1000 und 2000 Euro. Das Ziel des Förderprogramms: Den Verkehr in der Stadt langfristig verändern. Archivfoto

Quelle: Giant

Marburg. Das teilten Firmen-Chef Rainer Kühne und Aufsichtsrat Dr. Franz Kahle mit. „Wir sehen darin eine Chance, die Mobilität zu verlagern“, sagt Kahle. Vor allem Schüler und Studenten würden sich eventuell häufiger gegen Bus oder Auto entscheiden - das lasse automatisch die Busse und Straßen leerer werde.

Speziell für Marburgs Topografie - die bisweilen steilen Berge - bieten Kahle zufolge die sogenannten Pedelecs „ungeahnte Möglichkeiten“. Den Richtsberg oder die Lahnberge könne man mit diesen Rädern recht mühelos erklimmen, auf Auto oder Bus sei künftig niemand mehr zwingend angewiesen. Das Angebot flankiert das im April gestartete Rad-Verleihsystem „Call a Bike“, dass der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni und die Deutsche Bahn in der Universitätsstadt installiert haben. „Unser Ziel ist es, mehr Räder in die Innenstadt zu holen. Es kann für so ein Konzept nicht schaden, groß zu denken - wie in New York, London oder Paris“, sagt Kahle. Jedoch: „Die Topografie setzt uns Grenzen. Ausloten, wie viel geht, müssen wir trotzdem.“

Auch Elektroautos werden gefördert

Günstige E-Bike-Modelle kosten OP-Recherchen zufolge derzeit 600 bis 1000 Euro, Marken-Hersteller verlangen etwa 2000 Euro für ein Elektrorad. Zehn Prozent des Neupreises - maximal 100 Euro pro Kunde - zahlen die Stadtwerke über das Förderprogramm aus. Der integrierte Akku lässt sich an den Tankstellen der Stadtwerke aufladen - drei Säulen stehen in Marburg, eine in Cölbe, 13 weitere verteilt im Landkreis.

Neben dem Geld für den Kauf von E-Bikes helfen die Stadtwerke bei der Anschaffung von Elektro-Autos, die im Landkreis zugelassen werden - 750 Euro oder eine Ladestation gibt es dafür vom Unternehmen.„Wir belohnen Kunden für‘s Energiesparen“, sagt Kühne. Selbstverständlich verfolge man mit der Ausdehnung der Förderpogramme auch ökonomische Ziele: Kundenbindung.

2013 wurde der Fördertopf 2000 Mal angezapft

Neu im Förderprogramm 2014 ist Geld für Photovoltaik-Solarspeicher. 250 Euro gibt‘s dafür. „Tagsüber mit der Anlage auf dem Dach Energie sammeln, abends den Strom selbst nutzen“, erklärt Christof Jacobi, Leiter des Stadtwerke-Kundenzentrums. „Eine sechsstellige Summe“ steht Jacobi zufolge laut Plan bereit, um die mehr als 20 Angebote zu finanzieren. 2000 Mal wurde der Fördetopf 2013 angezapft. Zuletzt fanden den Stadtwerken zufolge vor allem der 50-Euro-Zuschuss beim Kühlschrankkauf und bei LED-Lampen reißenden Absatz. Letzterer Bonus wird gestrichen, ebenso wie der für Waschmaschinen. „Energie- und wassersparende Modelle sind mittlerweile marktfähig, sehr günstig. Da lohnt eine Förderung unsererseits nicht mehr“, sagt Jakobi. Dafür gebe es ab sofort für besonders umweltfreundliche Geschirrspülmaschinen 50 Euro, wie Monika Mross vom Stadtwerke-Marketing ergänzt.

Das komplette Förderprogramm der Stadtwerke finden Sie auf  www.stadtwerke-marburg.de

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