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Stadtwerke investieren 21,3 Millionen

Wirtschaftsplan Stadtwerke investieren 21,3 Millionen

Der Wirtschaftsplan der Marburger Stadtwerke fand im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments bis auf die Gegenstimme der „Marburger Linken“ eine einmütige Zustimmung.

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Dieses Modell des Buszugs, hier bei einer Testfahrt auf den Lahnbergen, kann nicht angeschafft werden – Grund: Die Herstellerfirma ist pleite gegangen.

Quelle: Archiv

Marburg. Norbert Schüren, Kaufmännischer Geschäftsführer der Marburger Stadtwerke, erläuterte im Hauptausschuss den Wirtschaftsplan für 2015. Dabei machte er deutlich, dass die Stadtwerke im kommenden Jahr die „stolze“ Investitionssumme von 21,3 Millionen Euro einplanen.

Selbstkritisch räumte Schüren ein, dass diese Summe sehr hoch und um 5,6 Millionen Euro höher ausfalle als in den Vorjahren. Man werde sich jedoch bei den Stadtwerken bemühen, die Investitionen in den Jahren 2016 und 2017 wieder zu reduzieren. Für die Investitionen müssen die Stadtwerke nach Schürens Angaben Kredite in Höhe von 9 Millionen Euro aufnehmen.

Die Höhe der geplanten Investitionen liege an einer Reihe von unabwendbaren Notwendigkeiten. So fließen alleine 4,3 Millionen Euro in die weitere Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Am Krekel. die die Stadtwerke insgesamt 10 Millionen Euro kostet.

Ein großer Brocken entfällt aber auch in die von den Stadtwerken als strategisch wichtig erachtete Sparte „Kommunikationsanlagen“, wie in die FTTH-Erweiterung für das „schnelle Internet“ in den Stadtteilen. Weitere Investitionen betreffen unter anderem den Ausbau der Anlagen für die Wärme-, Gas- und Stromversorgung  sowie einen moderaten Ausbau des Bus-Fuhrparks der Stadtwerke.

Auch in die Parkraumbewirtschaftung  wollen die Stadtwerke 2015 investieren, allerdings nur 600 000 Euro. Die Sanierung der Parkanlage am Barfüßertor steht dabei unter anderem ebenso auf dem Plan wie die Untersuchung der Standfestigkeit des Parkhauses am Marburger Hauptbahnhof.  Geplatzt ist zwischenzeitlich das Vorhaben  der Stadtwerke, Buszüge für den Fahrverkehr auf die Lahnberge hoch anzuschaffen, die jeweils aus einem Bus und einem daran angehängten weiteren Bus bestehen.

Stadtwerke wollen nach vergleichbaren Buszügen suchen

Dies erläuterte Schüren auf eine Nachfrage von Ausschuss-Mitglied Jan Schalauske (Marburger Linke). Der Grund für das Scheitern des Projekts: Die Herstellerfirma des Buszugs, den die Stadtwerke bereits getestet haben, ist pleite gegangen.

„Das ist dumm gelaufen“, kommentierte Schüren. Aufgeschoben sei jedoch nicht aufgehoben. Nach seinen Angaben  wollen die Stadtwerke-Verantwortlichen nun den Markt sondieren und bei anderen Firmen nach adäquatem Ersatz suchen. Im Gespräch seien vergleichbare Buszüge des Herstellers MAN oder einer Schweizer Firma. Die Markt-Sondierung könne jedoch zwei, drei Monate lang dauern.

Möglichst bald wollen die Stadtwerke jedoch weiterhin das Buszug-Konzept realisieren, weil es auf der stark frequentierten Linie 7 vom Lahntal zum Klinikum benötigt werde.  Angeschafft werden sollen insgesamt vier Buszüge.

In einer kurzen Rückschau erläuterte Schüren, dass das Geschäftsjahr 2013 das zweiterfolgreichste Geschäftsjahr der Stadtwerke-Geschichte gewesen sei.

Das habe vor allem an der kalten Witterung gelegen, weil in diesem Jahr noch bis Anfang Juni geheizt werden musste. Dementsprechend etwas rückläufigere Einnahmen seien aufgrund der milderen Witterung für das Geschäftsjahr 2014 zu erwarten.

von Manfred Hitzeroth

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