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Stadtwerke: Buszüge sollen fahren

Busverkehr in Marburg Stadtwerke: Buszüge sollen fahren

Die Testfahrten waren erfolgreich: Jetzt wollen die Marburger Stadtwerke die Anschaffung von Bus-Zügen vorantreiben.

Der Buszug bei der Testfahrt in Marburg. Christoph Rau (rechts) und Birgit Stey von den Marburg Consult GmbH sowie Stadtwerke-Chef Norbert Schüren (Zweiter von rechts) empfingen in der Mobilitätszentrale den RMV-Geschäftsführer Dr. Andre Kavai.

Marburg. „Wir bemühen uns beim Regierungspräsidium um die Erlaubnis, die Buszüge im Stadtverkehr einzusetzen“: Das erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren (SPD) gestern am Rande des Antrittsbesuchs des neuen Geschäftsführers des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Dr. Andre Kavai. Auch Kavai sieht die Buszüge als ein probates Mittel an, um flexibel kurzfristig die Transportkapazität zu erhöhen.

Die Buszüge bestehen im Prinzip aus einem Bus, an den ein zweiter Bus als eine Art Anhänger angekoppelt ist. Auf diese Art entsteht ein 23 Meter langer Bus-Zug, mit dem mehr als 150 Fahrgäste transportiert werden können. Anfang Mai hatten die Stadtwerke bei Testfahrten in Marburg ein Exemplar dieses Bus-Zuges getestet (die OP berichtete). Und der Bus-Zug erwies sich als geeignet für die ausgewählte Strecke, auch auf Steigungen und im Kreisverkehr. Vor allem auf der Strecke zwischen dem Lahntal und den Lahnbergen könnte dieser Riesen-Bus eingesetzt werden. Denn zu Semesterzeiten sind die Busse vor allem dienstags und donnerstags regelmäßig überfüllt.

Hohe Investitonskosten

Die Anschaffung der Bus-Züge wäre allerdings nicht ganz billig. Ein Buszug kostet bei einem Neukauf eine halbe Million Euro. Zwischen drei und fünf Fahrzeuge dieser Art müssten die Stadtwerke anschaffen, erläuterte Schüren.

Der Stadtwerke-Geschäftsführer sowie Christoph Rau und Birgit Stey von der Stadtwerke Consult Gesellschaft empfingen den RMV-Geschäftsführer gestern in den Räumen der Mobilitätszentrale am Rudolphsplatz. Dabei ließ sich Andre Kavai Näheres über die Struktur des Öffentlichen Nahverkehrs in Marburg erläutern, der vor allem auch durch die Vielzahl von Studierenden geprägt wird. Besonders in Spitzenzeiten zum Beginn des Wintersemesters und dem gleichzeitigen Ende der Schul-Sommerferien sei die Stadtwerke-Flotte mit ihren 80 Bussen teilweise zu klein, erläuterte Schüren.

Ob es beim nächsten turnusmäßigen Fahrplanwechsel im Dezember zu einem erneuten Preisanstieg bei den Busfahrpreisen kommen wird, dazu wollte Kavai gestern auf Anfrage der OP nichts sagen. Er teilte nur mit, dass Entscheidungen über die Tarifstruktur in einer Generalversammlung Anfang Juli getroffen würden.

von Manfred Hitzeroth

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