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Stadtverwaltung erreichen viele Anfragen

Umweltzone Stadtverwaltung erreichen viele Anfragen

Eine Woche nach Errichtung der Umweltzone in Marburg ist der Informationsbedarf noch immer hoch.

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Die gesamte Marburger Innenstadt ist seit dem 1. April Umweltzone. An den Ortseingängen weisen Schilder darauf hin.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Täglich erreichen die Straßenverkehrsbehörde und das Umweltamt zwischen 30 und 70 Anfragen, berichtet Sabine Preisler, Pressesprecherin der Stadt Marburg. Die Zahl habe in dieser Woche, nach der Aufstellung der Beschilderung, drastisch zugenommen.

Derzeit sind mindestens zwei Mitarbeiter der Fachdienste Umwelt und Straßenverkehr ausschließlich mit der Beantwortung von Anfragen zur Umweltzone beschäftigt, teilte Preisler auf OP-Anfrage weiter mit.

„Meist geht es um Fragen zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen, die durch das Land im Luftreinhalteplan sehr restriktiv vorgegeben wurden“, sagte Preisler. „Angesichts der Komplexität der Fragen entstehen in der Regel längere Telefonate oder Beratungsgespräche, die bis zu 20 Minuten dauern können“, so die Pressesprecherin.

Bürgerhinweis führt zu Anpassung der Beschilderung

Derzeit liegen dem Fachdienst Straßenverkehr knapp 50 Anträge auf Ausnahmegenehmigungen vor; Anträge von Gewerbebetrieben für Firmenfahrzeuge und von Privatpersonen für ihre älteren Privat-Pkw halten sich die Waage, berichtete Preisler.

Die Stadt Marburg habe sich bemüht, die Hinweisschilder 
auf das Durchfahrtverbot für 
alle Fahrzeuge ohne grüne Umweltplakette so zu platzieren, dass auch Lkw noch wenden oder eine Alternativroute ansteuern können. So werden auf der Stadtautobahn vor allem an Ausfahrten, die in die Innenstadt führen, Hinweisschilder angebracht.

In einem Fall wurde die Beschilderung nach einem entsprechenden Hinweis aus der Bevölkerung angepasst, teilte die Stadtverwaltung mit. „Weitere Nachfragen betrafen die Erreichbarkeit der Parkplätze mit ÖPNV-Anschluss“, sagte Preisler, wie etwa die Parkplätze am Messeplatz Afföller, am Erlenringcenter oder am Hauptbahnhof.

OB wollte Einführung verschieben

Im Gegensatz zu Marburg hat die Nachbarstadt Gießen noch keine Umweltzone, obwohl die Belastung mit Stickoxiden, die in Marburg die Begründung für die Umweltzone lieferte, eher noch höher ist.
Im Januar, Februar und März wurde in Gießen der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an 62 Tagen überschritten, oft deutlich, schreibt die „Gießener Allgemeine“.

„Die Umweltzone wird von uns nicht angeordnet, sondern im Einvernehmen mit den betroffenen Städten entschieden“, zitiert die „Gießener Allgemeine“ eine Ministeriumssprecherin. In Marburg gibt es einen entsprechenden Beschluss des Stadtparlaments. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) hatte aber – vergeblich – dafür plädiert, die Umweltzone erst zum 1. Januar 2017 einzurichten.

Er wollte die Zeit nutzen, um alle Autofahrer umfassend zu informieren. Das wurde vom Ministerium anders entschieden, die Umweltzone kam zum 1. April. „Die Stadt Marburg will deshalb in 2016 nicht aktiv kontrollieren“, bekräftigte am Donnerstag Sprecherin Sabine Preisler.

von Till Conrad

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