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Stadtteil Ronhausen soll größer werden

Bauausschuss Stadtteil Ronhausen soll größer werden

Ein neues Baugebiet mit zehn Bauplätzen wird im Marburger Stadtteil Ronhausen auf den Weg gebracht. Im Bauausschuss gab es dafür ein einstimmiges positives Votum.

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Ein neues Baugebiet soll im Marburger Stadtteil Ronhausen entstehen. Zehn Einfamilienhäuser ­sollen an der Straße „In der Hohl“ errichtet werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Marburger Stadtteil Ronhausen ist mit rund 240 Einwohnern einer der kleinsten. Doch auch in Ronhausen gibt es Bedarf, Bauland auszuweisen und für den Bau von neuen Wohnhäusern zu nutzen.

Bereits in seiner Sitzung im November 2015 hatte der Ronhäuser Ortsbeirat deswegen über die bauliche Entwicklung der Fläche „In der Hohl“ diskutiert und ihr einstimmig zugestimmt. Ortsvorsteher Georg Schnell freute sich am vergangenen Donnerstag sehr als Gast des Bauausschusses, dass dieses Gremium dem Vorhaben ebenfalls einstimmig zustimmte. Wenn jetzt noch das Stadtparlament in seiner Sitzung an diesem Freitag diesem Votum folgt, dann steht der Aufstellung eines Bebauungsplans nichts mehr im Wege.

Auf einer Fläche von circa 7000 Quadratmetern soll ein zusätzliches Wohngebiet mit zehn Einfamilienhäusern gebaut werden, das dann unmittelbar an ein bereits existierendes Wohngebiet anschließen wird, dass in den 70er Jahren errichtet wurde. Formal gesehen war die Zustimmung der Stadtparlamentarier zu einer Änderung des Flächennutzungsplans notwendig, denn bisher war die Fläche noch als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Jetzt soll das Areal aber als Wohnbaufläche ausgewiesen werden.

Schon im Jahr 2005 war zunächst eine andere Fläche in Ronhausen „Am Alten Rasen“ als mögliches Baugebiet avisiert worden, erläuterte Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) im Bauausschuss. Diesem Plan seien letztlich jedoch wasserwirtschaftliche Bedenken wegen der Nähe eines Trinkwasserschutzgebietes entgegengestanden. Mögliche Alternativflächen schieden dann wegen der mangelnden Bereitschaft von Grundstückseigentümern zum Verkauf ihrer Flächen aus.

Einheimische und Familien mit Kindern sollen nun beim Bezug der noch zu bauenden Häuser bevorzugt werden. Eine private Baufirma aus der Region soll das Baugebiet jetzt zügig und möglichst für die Stadt Marburg kostenneutral entwickeln, heißt es in der Magistratsvorlage, der im Ausschuss zugestimmt wurde.

Positiv gewertet wurde das Vorhaben von den Vertretern aller Parteien. Exemplarisch dafür freute sich Hermann Heck (CDU), Stadtverordneter und Ortsvorsteher von Dilschhausen darüber, dass so auch wieder Bauland in einem der Stadtteile geschaffen werde.

Damit werde der Gefahr entgegengewirkt, dass es weitere Abwanderung von jungen Familien gebe.

von Manfred Hitzeroth

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