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Manfred Ritter geehrt

Stadtsiegel für den Mann der filigranen Feder

Für Persönlichkeiten höchsten Ranges schrieb Manfred Ritter seit 1978 die Einträge für das Goldene Buch der Universitätsstadt Marburg.
Dr. Thomas Spies (links) ehrte Manfred Ritter in seinem Zuhause mit dem Historischen Stadtsiegel.

Dr. Thomas Spies (links) ehrte Manfred Ritter in seinem Zuhause mit dem Historischen Stadtsiegel.

© Tina Eppler

Marburg. Am Montag hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) dem Mann der filigranen Feder als Überraschung zu seinem 69. Geburtstag und als Dank und Anerkennung um seine Verdienste für die Universitätsstadt Marburg das Historische Stadtsiegel verliehen. „Sie haben gut 40 Jahre lang in ehrenamtlicher und zeitaufwendiger Arbeit die Einträge für das Goldene Buch der Stadt vorbereitet“, betonte Spies.

Mit dieser mühevollen Feinarbeit habe Ritter dazu beigetragen, wichtige Ereignisse in adäquater Form kunstvoll und einheitlich darzustellen. Die Würdigung von Marburgs Gästen habe eine Bedeutung dafür, wie die Stadt wahrgenommen werde.

Auch wenn die exakten Einträge mit rund fünf bis sechs Stunden Arbeit am Stück in höchster Konzentration verbunden waren, die akribische Gestaltung jedes einzelnen Buchstaben habe dem Marburger mit Leib und Seele immer sehr viel Freude bereitet, betonte Manfred Ritter.

Das aktuelle Goldene Buch der Universitätsstadt Marburg wurde durch den Eintrag von Egon Vaupel mit seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Universitätsstadt Marburg abgeschlossen. Das neue Goldene Buch benötigt keine handgeschriebenen Einträge mehr, aus diesem Grund endete Ritters ehrenamtlicher Einsatz.

Zunächst nur in Vertretung für einen Kollegen, den Stadtplaner Willi Abel, hatte Manfred Ritter vor 37 Jahren die Aufgabe übernommen, Texte für das Goldene Buch zu schreiben.

Erst vor Kurzem war der langjährige Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, Manfred Ritter, für seine Verdienste um Denkmalschutz und Denkmalpflege, insbesondere die Sanierung der Marburger Altstadt, mit dem IG-Marss-Preis 2015 ausgezeichnet worden.

Den undotierten Preis vergibt die Initiativgruppe Marburger Stadtbild und Stadtentwicklung seit 2007 alle zwei Jahre (die OP berichtete).


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