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Stadträtin freut sich über gesunden Sohn

Mutterglück in Marburg Stadträtin freut sich über gesunden Sohn

Johano Konstantin Weinbach wog bei der Geburt 3 750 Gramm und ist 54 Zentimeter groß. Er und Mutter Dr. Kerstin Weinbach liegen zwar noch in der Klinik, sind aber wohlauf.

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Dr. kerstin Weinbach und ihr neugeborener Sohn Johano sind wohlauf.

Marburg. Während flotte Musik im Radio läuft, schläft der erst einen Tag junge Johano ruhig. Ab und zu greift er im Schlaf nach den Füßen seines apricotfarbenen Plüschhundes.

Seine Mutter, Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, ist glücklich: „Oldie-Sender beruhigen ihn ganz gut. Das Radio-Gedudel kennt er schon seit er im Bauch ist, das läuft bei mir morgens immer“, erzählt die 43-Jährige, die zum ersten Mal Mutter wurde, gestern in ihrem Zimmer des Mutter-Kind-Zentrums auf den Lahnbergen.

Auch freut und fasziniert sie, dass der kleine Junge auf ihre Stimme reagiert. „Es ist ja bekannt, dass Säuglinge die Stimme der Mutter kennen. Aber es ist etwas anderes, wenn man das so erlebt“, erzählt sie. Am Mittwochmorgen kam Johano Konstantin Weinbach (Rufname Johano) durch einen Kaiserschnitt zur Welt. Er wog bei der Geburt 3 750 Gramm und ist 54 Zentimeter lang.

Johano, nicht Johannes oder Johann. Ein ungewöhnlicher Name, den so mancher mit dem sozialdemokratischen Schriftsteller, Politologen und Juso-Funktionär der 70er Jahre, Johano Strasser, in Verbindung bringt. Genau nach diesem Johano ist ihr Sohn benannt, bestätigt die Sozialdemokratin und promovierte Politologin. „Ich finde den Namen schön“, sagt sie lächelnd. Und Johano Strasser gehöre zu den Menschen, die sie politisch beeinflusst hätten, erzählt sie, während das Baby seelenruhig im Arm liegt.

Genau wie seine Mama trägt der Junge ein Ringelshirt und bunte Wollsocken. Mutter und Sohn müssen sich noch mindestens bis zum Wochenende im Mutter-Kind-Zentrum der Uni-Klinik erholen. „Eigentlich wollte ich nicht so lange in der Klinik bleiben, aber wegen dem Kaiserschnitt ist das nötig“, erzählt sie. Das habe allerdings auch Vorteile: Jetzt kämen die Besucher zum Gratulieren nicht in ihre Wohnung, wo noch Unordnung herrsche. Das Kinderzimmer sei nämlich noch nicht fertig eingerichtet. Dafür habe sie in den letzten Wochen der Schwangerschaft keine Kraft gehabt.

Das frühere Arbeitszimmer von Weinbachs Privatwohnung soll nun Johanos neues Zuhause werden, berichtet die ledige Mutter. Das Dienstzimmer im Rathaus bleibt natürlich vorerst noch leer. Die Stadträtin und Kultur- sowie Sozialdezernentin befindet sich nun acht Wochen im gesetzlich festgelegten Mutterschutz. „Auf dem ein oder anderen Fest werde ich mit Johano vielleicht trotzdem zumindest präsent sein“, sagt sie. Da könne man Privates und Öffentliches nicht so leicht voneinander trennen. Und am Anfang sei es ja hoffentlich nicht so schwierig, das Baby mitzunehmen.

Nach der Mutterschutz-Zeit will sie in Teilzeit arbeiten und so manche Arbeit zu Hause erledigen. So hat Weinbach auch während ihrer Babypause den Vorsitz des Aufsichtsrats der Marburger Altenhilfe inne gehabt. Derzeit übernehmen Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) vertretungsweise die Aufgaben ihrer Kollegin. Unterstützt werden sie dabei vom ehrenamtlichen Magistrat.

Ab Januar will Kerstin Weinbach wieder voll in ihren Beruf zurückkehren, vorausgesetzt die Entwicklung ihres Kindes lässt dies zu. Doch derzeit könne sie beim Anblick dieses munteren und gesunden Kindes nur optimistisch sein. Dann werde eine Tagesmutter auf den Kleinen aufpassen. „Bei dem guten Betreuungsangebot in der Stadt Marburg wird es nicht schwierig sein, eine Kinderbetreuung für ihn zu finden“, sagt Weinbach. Und in diesem Moment wirkt sie im OP-Gespräch in der Klinik erstmals wieder ganz wie ein Magistratsmitglied, das über die Politik der Stadt Marburg berichtet.

von Anna Ntemiris

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