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Stadthalle erhält Rundumsanierung

Sanierung Stadthalle erhält Rundumsanierung

Jetzt geht es richtig los: Mit dem symbolischen Spatenstich ging die Umgestaltung der Marburger Stadthalle gestern in die heiße Phase.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel (am zweiten Spaten von links) setzt zusammen mit Stadtpolitikern und künftigen Nutzern der Stadthalle den ersten Spatenstich.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nach der Abrissparty kommt der Abriss - obwohl es sich im Falle der Marburger Stadthalle nur um einen Teilabriss handelt. Denn das Hauptgebäude soll stehenbleiben und „nur“ im Inneren umgestaltet werden. Im Haushaltsplan der Stadt Marburg stehen für die Bauleistungen der Umgestaltung des Erwin-Piscator-Hauses (Stadthalle) Mittel in Höhe von 28,7 Millionen Euro zur Verfügung, betonte der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) gestern beim symbolischen ersten Spatenstich an der Biegenstraße.

Bereits 60 Prozent der Bauleistungen wurden in den vergangenen Monaten europaweit ausgeschrieben worden. Nach Darstellung Vaupels geht aus den Ergebnissen der Ausschreibung hervor, dass der Kostenrahmen bisher eingehalten werden kann.

„Den Sekt gibt es dann in zwei Jahren“

Bei der Feier zum symbolischen Spatenstich gab es gestern keinen Sekt, sondern stattdessen Saft und Wasser zu trinken. „Den Sekt gibt es dann in zwei Jahren“, verkündete Marburgs Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD). Im Oktober 2015 soll die Stadthalle nach dem Umbau feierlich wieder eröffnet werden.

Dann soll das Hessische Landestheater im neu eröffneten Haus in die Theatersaison 2015/2016 starten. Zudem wird die Stadthalle auch die neue Heimstatt für den Kulturladen KFZ. „Das KFZ erhält damit die Möglichkeit für einen Kulturauftritt auf anderem Niveau“, sagte Weinbach. Auch die Marburg Tourismus und Marketing GmbH soll dort einziehen, und auch Räume für die Martin-Luther-Schule soll es geben. Fünfter Nutzer im Bunde ist die Stadthallen-Verwaltung, die bereits bisher in der Stadthalle präsent war.

„ein wichtiger Kulturbaustein“

Die neu gestaltete Stadthalle werde für Marburg „ein wichtiger Kulturbaustein“ und ein zentraler Baustein für die Innenstadtentwicklung werden, sagte OB Vaupel. Das Konzept für die Erneuerung passe zur Marburger Vielfalt: Die Stadthalle werde zu einem „Haus für alle Generationen“. Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) erinnerte daran, dass über die Zukunft der Marburger Stadthalle bereits seit Mitte der 80er Jahre diskutiert worden sei. Auch nach umfangreichen Reparaturarbeiten und einer Asbest-Sanierung habe es kein Ende der Debatte gegeben.

Auf die Frage „Neubau oder Sanierung“ habe schließlich ein Kostenvergleich beider Varianten eine eindeutige Antwort gegeben. So habe sich die Stadt schließlich für eine umfangreiche mit einer teilweisen Neugestaltung verbundene Sanierung entschieden. Ab Montag kommender Woche starten nun die Bauarbeiten an der Stadthalle: Im Juni und im Juli stehen die Entkernung des Gebäudes sowie der Ausbau von etwaigen Schadstoffen im Mittelpunkt. Parallel dazu sollen ab Mitte Juli und bis Mitte September das bisherige Stadthallen-Restaurant sowie der Vorbau abgerissen werden. Im Sommer soll dann auch der Bauzaun, der die Bauarbeiten abgrenzen soll, künstlerisch gestaltet werden.

2014 wird das Projekt Gestalt annehmen

Ende Juli beginnen dann die Rohbauarbeiten für den Erweiterungs-Anbau: Dann soll eine Baugrube ausgehoben werden und es sollen die Fundamente und die Bodenplatte gelegt werden. „Ab dem nächsten Jahr werden die Hochbauten erste Gestalt annehmen“, kündigte Kahle an.

Ab dem Beginn der Sommerferien am 8. Juli und bis zum Ende der Bauphase wird die Bushaltestelle zwischen der Stadthalle und dem Uni-Museum wegen der Umbauarbeiten nicht weiter betrieben.

In der „neuen Stadthalle“ soll aus dem vorhandenen Gebäudebestand eine „markante Kubatur“ entwickelt werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Das rautenförmige Dach soll als „Gebäudekrone“ künftig das Erkennungsmerkmal der Stadthalle bilden.

von Manfred Hitzeroth

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