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Stadtarchiv zieht in neue Räume

Umzug Stadtarchiv zieht in neue Räume

Das Archiv der Stadt Marburg ist umgezogen, und zwar in die Temmlerstraße in unmittelbare Nähe des Stadtbüros.

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Sandra Baumgarten, Leiterin des Marburger Stadtarchivs, freut sich über den Umzug in die neuen Räume in der Temmlerstraße 5.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) war eigens zum offiziellen Termin der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Marburger Stadtarchivs gekommen. Er freute sich sehr darüber, dass das Archiv sich jetzt in adäquateren Räumlichkeiten befände. „Das ist ein Quantensprung gegenüber vorher“, betonte Vaupel.

Das Stadtarchiv war 1988 eingerichtet worden und ist seitdem oft umgezogen, seit 1995 im damaligen Hauptgebäude der Stadtsparkasse in der Barfüßerstraße untergebracht. 1996 überstand es einen Schwelbrand in der Schalterhalle der Sparkasse unbeschadet. Die Halle wurde anschließend zum Sitzungssaal der Stadtverordneten umgebaut –  das Stadtarchiv lag  oberhalb davon. Doch die Räume dort unter dem Dach waren sehr beengt und alles andere als ideal.

Zwischenzeitlich waren passendere Räume in dem ehemaligen Areal der Temmlerwerke an der  Temmlerstraße 5 gefunden worden, das die Stadt Marburg im Jahr 2013 für 1,7 Millionen Euro erworben hatte und in dem auch andere Abteilungen der Stadtverwaltung untergebracht werden sollen.

Bereits im Mai 2013 hatten der damalige Archivleiter Dr. Ulrich Hussong und seine Nachfolgerin Sandra Baumgarten den Umzug angestrebt. Zwei Jahre später, im Mai dieses Jahres, wurde der Umzug endgültig realisiert. Gestern nun wurden die neuen Räume offiziell eröffnet. Dort gibt es nicht nur  einen barrierefreien Zugang und Bus-anbindung sowie  Parkplätze, sondern auch einen Leseraum im Erdgeschoss. Zudem gibt es auch Büroräume für Baumgarten und ihre beiden Mitarbeiterinnen Angelika Berger und Anna Krutmann. In einem Raum soll noch die Dienstbibliothek aufgestellt werden, und in einem weiteren Raum soll es die Möglichkeit geben, die reichhaltige Sammlung von Karten und Plänen des Stadtarchivs anzuschauen. Baumgarten freute sich ebenfalls sehr über den Umzug. Sie bedauerte allerdings, dass es keinen Zweckbau für das Stadtarchiv gäbe, in dem alles zusammen untergebracht werden könne.

Denn die Archivalien, die insgesamt einen Regalkilometer füllen, sind in einem anderen Haus – und zwar in einer fußläufigen Entfernung in Räumen der Stadtverwaltung in der Frauenbergstraße.  Die Benutzer freuen sich auf jeden Fall über die bessere Zugänglichkeit des Archivs und über die Vielzahl der Archivalien. So erwähnte Dr. Hannelore Schuchhardt, dass es im Stadtarchiv zahlreiche Unterlagen rund um die Geschichte der Friedhofskultur in Marburg gebe.

von Manfred Hitzeroth

  • Hintergrund: Das Stadtarchiv ist die zentrale städtische Dienststelle für alle Fragen zur Marburger Stadtgeschichte. Es bewahrt und sammelt Unterlagen zur Dokumentation des Stadtlebens seit dem Mittelalter. Es übernimmt Schriftgut der Stadtverwaltung, das für die laufenden Geschäfte nicht mehr benötigt wird, und sammelt ergänzend Unterlagen von Privatleuten, Vereinen, Parteien und Firmen. Das Stadtarchiv soll die Kenntnis der Stadtgeschichte fördern und bei ihrer Erforschung und Vermittlung mitwirken. Ergebnisse werden unter anderem in der vom Magistrat herausgegebenen Publikationsreihe „Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur“ veröffentlicht. Die Altregistraturen des Stadtrats und anderer städtischer Einrichtungen befanden sich bis 1886 vorwiegend im Rathaus. Ein Teil des Altbestandes liegt noch heute im Hessischen Staatsarchiv Marburg. 1988 richtete die Stadt Marburg ein eigenes und hauptamtlich betreutes Archiv ein.
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