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Stadt weitet Betreuung für Grundschüler aus

Stadt weitet Betreuung für Grundschüler aus

Erstmals werden in diesem Schuljahr mehr als 1000 Kinder nach dem regulären Unterricht an den Marburger Grundschulen betreut.

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Für die meisten Grundschüler in Marburg gehört die Betreuung nach dem Unterricht zum Schulalltag

Quelle: Archivfoto

Marburg. Bis Ende Juli waren genau 1009 Kinder für eine Betreuung im kommenden Schuljahr angemeldet. Das entspricht bei 1671 Grundschulkindern einer Betreuungsquote von fast zwei Dritteln, genau von 63 Prozent.

Damit sind die Anmeldezahlen gegenüber dem Schuljahr 2012/2013 noch einmal um 32 gestiegen, wie aus einem Sachstandsbericht der städtischen Verwaltung hervorgeht.

Flexiblere ­Arbeitszeitmodelle sind der Grund für die wachsen­de Nachfrage nach neuen Betreuungsmöglichkeiten.

Wie dramatisch der Bedarf gestiegen ist, zeigt folgende Zahl: Vor zehn Jahren, mit Beginn des städtischen Betreuungsangebots für Grundschulen, waren es „nur“ 500 Schülerinnen und Schüler, die eine Betreuung in Anspruch nahmen - bei deutlich höheren Schülerzahlen insgesamt.

An den 15 Marburger Grundschulen bestehen Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler nach Unterrichtsende. Auch an der Schule am Schwanhof gibt es ein Betreuungsangebot.

­Aufnahmemöglichkeiten gibt es für Kinder der 1. bis 4 Jahrgangsstufe, bei Schulen mit Pädagogischer Mittagsbetreuung oder Ganztagsangeboten für die 1. und 2. Jahrgangsstufe.

Die Betreuung der Grundschulkinder ist eine freiwillige Leistung der Stadt. Die Stadtverordnetenversammlung hat für die Personalkosten rund 1,5 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.

Eltern können wählen zwischen Betreuung bis 14 Uhr oder bis 15 beziehungsweise 17 Uhr (mit Mittagessen). Sie zahlen zwischen 38,50 Euro (Betreuung bis 14 Uhr) und 65 Euro monatlich plus 52 Euro Essensgeld.

Auch das ist ein deutlich erkennbarer Trend: Immer mehr Eltern holen ihre Kinder erst am Nachmittag, also um 15 oder um 17 Uhr, von der Kinderbetreuung ab. Das stellt auch Anforderungen an die Mittagsverpflegung: Gut 550 Kinder nehmen an der Mittagsverpflegung teil.

„Sowohl was Gruppengröße als auch was die baulichen Voraussetzungen und die Qualifikation der Betreuer angeht, legen wir die gleichen Qualitätskriterien an wie bei der Betreuung von Vo rschulkindern“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

Prozentual den größten Betreuungsbedarf gibt es an der Grundschule Wehrshausen (86 Prozent), der Theodor-Heuss-Schule (85 Prozent) und der Brüder-Grimm-Schule (78), am geringsten ist das Interesse an der ­Emil-von-Behring-Schule (44) und der Tausendfüßlerschule Schröck-Bauerbach (42).

von Till Conrad

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