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Stadt verspricht sicheres Volksfest

"3 Tage Marburg" Stadt verspricht sicheres Volksfest

Party und politisches Statement: Für das Stadtfest „3 Tage Marburg“ ab 8. Juli erwarten die Veranstalter mehr als 100 000 Besucher. Das Abschlusskonzert soll zudem als Zeichen gegen Rassismus und Hass verstanden werden.

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Tausende Stadtfest-Besucher hörten vergangenes Jahr „Straight Bourbon“  auf dem Marktplatz. In diesem Jahr sind am Samstagabend erst „The Heads“ (20 Uhr, Rock’n’Roll) und dann Eamonn McCormack (22 Uhr, Bluesrock) dran. 

Quelle: Archivfoto: Nadine Weigel

Marburg. Rock, Pop, Klassik: Auf neun Bühnen treten bei Mittelhessens beliebtestem Sommer-Volksfest vor allem Bands und Künstler aus der Region auf. „Ein One-Hit-Wonder als Zugpferd, wie es anderswo oft gemacht wird, wollen wir nicht. Es gibt hier genug sehr gute Musiker“, sagt Georg Kronenberg, einer der Stadtfest-Veranstalter. Das Markenzeichen des Stadtfests sei die Vielfalt der künstlerischen Angebote, ergänzt Peter Mannshardt, Veranstalter.

Hier geht es zur 3TM-Übersichtskarte

Er will bei der 19. Auflage des Stadtfests auch eine politische Botschaft senden: Das Abschlusskonzert in der Lutherischen Pfarrkirche gestaltet das „Avram Ensemble“ (Jazz, Klassik, Weltmusik), ein Musikprojekt, das sich für ein Miteinander der Kulturen und Frieden einsetzt. „In Zeiten, wo Hass, Rassismus und rechtsradikale Äußerungen salonfähig werden, wird mit der Musik speziell dieser Gruppe ein Gegenpol gesetzt“, sagt Mannshardt.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) will die „zentrale kulturelle Veranstaltung der Stadt“ als Volksfest verstanden wissen, dass „die zwei in Marburg nebeneinander her existierenden Gesellschaften, Menschen in und rund um die Uni sowie alle anderen, gemeinsam feiern.“
Etwa 100 000 Besucher werden vom 8. bis 19. Juli erwartet (erste Wetterprognosen sagen Temperaturen um 25 Grad und geringe Regenwahrscheinlichkeit voraus).

Belästigungen à la Köln? „Kein Anlass zur Sorge“

Angesichts der speziell zu Jahresbeginn vermehrt aufgetretenen sexuellen Belästigungen in Menschenmengen, kündigt der OB auf OP-Nachfrage „sensible Wachsamkeit“ in Marburg an. Er habe angesichts des friedlichen Klimas und der Marburger Miteinander-Kultur zwar keine Sorge, dass es zu Belästigungen und Übergriffen – wie etwa im Januar und Februar in der Innenstadt – kommen könnte. Jedoch seien Ordnungsamt und Polizei „darauf eingestellt“.

Peter Mannshardt ergänzt, dass es in all den Stadtfest-Jahren noch nie zu größeren Problemen, Schlägereien oder Ausschreitungen gekommen sei. Hoffnung auf ein erneut fried­liches Fest macht laut Jan-Bernd Röllmann, Stadtmarketing-Koordinator, zudem die Erfahrung beim Mai-Einsingen 2016: Trotzt der Ausrichtung auf ein jüngeres Publikum, samt vermutetem höheren Alkoholkonsum, habe es bei der Veranstaltung nicht einen einzigen Polizeieinsatz gegeben.

Parkplätze, ob nun in den Parkhäusern, am Messeplatz oder Gaßmann-Stadion sowie Universitätsbibliothek seien indes für die tausenden Fest-Besucher „ausreichend vorhanden“, sagt Spies. Grundsätzlich sei es aber ratsam, Busse – auch Park and Ride – zu benutzen oder zu Fuß unterwegs zu sein.

Während beim Drachenboot-Rennen am Samstagvormittag, einem der Höhepunkte des Fests, rund 800 Aktive um die Wette paddeln, gibt es laut Mannshardt Änderungen beim Feuerwerk. Aufgrund der Bauarbeiten rund um das Schloss ist allen Besuchern der Zutritt, ein Zuschauen auf dem Hof am späten Abend (circa 22.30 bis 24 Uhr) untersagt. Die Landgraf-Philipp-Straße und Bickell-Treppe sind dann gesperrt.

  • Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, mit Ausnahme des Abschlusskonzerts am Sonntagabend in der Pfarrkirche (20 Euro) und des Klassikkonzerts am Freitagabend (5 Euro).

von Björn Wisker

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