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Stadt unterstützt bedürftige Familien

Lernmittelbeihilfe Stadt unterstützt bedürftige Familien

Einstimmig hat das Marburger Stadtparlament einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zur Lernmittelfreiheit beschlossen. Dennoch wurde lange über einen zusätzlichen Antrag der CDU debattiert.

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Diese beiden Kinder freuen sich auf den Schulstart: Doch bunte Schultüten und neue Markenranzen sind für viele Familien inzwischen unerschwinglich. Die Stadt Marburg will sozial schwachen Familien helfen.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Bücher, Hefte, Mappen, Stifte, Mal-, Turn- und Schwimmzeug. Es sind Dinge, die Kinder für den Schulalltag benötigen. Leicht kommen mehrere Hundert Euro zusammen. Für Hartz-IV-Empfänger und viele sozial schwache Familien knapp über der Hartz-IV-Grenze ist dies nicht zu schaffen.

Die Stadt Marburg wird diesen Familien helfen: Wie bereits im vergangenen Jahr sollen Eltern mit Stadtpassberechtigung zum Schuljahresbeginn bei der Einschulung ihrer Kinder und beim Übergang in die Klassen 5 und 7 einen Gutschein in Höhe von 150 Euro für Schulmaterial erhalten. Die Gutscheine können wieder bei heimischen Geschäften eingelöst werden.

Die Verwaltung werde in den demnächst eine Regelung erarbeiten, wie der Beschluss umgesetzt werden könne, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Die Grünen) gestern auf Anfrage der OP. Man müsse sich eventuell auch Gedanken über eine Staffelung machen. Unterschiedliche Staffelungen sind in Marburg etwa bei Kindergarten-Gebühren bekannt.

Trotz des gemeinsamen Antrags brachte die CDU einen eigenen Antrag ein, der für alle Familien ungeachtet des Einkommens einen Lernmittel-Gutschein bei Einschulung sowie für Klassen 5, 7 und 11 in Höhe von 150 Euro vorsah. „Wer soll sagen, der ist reich, der ist arm. Wir sollten Familien nicht gegeneinander ausspielen“, betonte der CDU-Fraktionschef Philipp Stompfe. Der Antrag wurde von SPD und Grünen bei Enthalten der Linken und der FDP abgelehnt.

von Uwe Badouin

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