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Stadt und Uni stellen bald Schloss-Studie vor

Schlossareal Stadt und Uni stellen bald Schloss-Studie vor

Wie kann das Marburger Schloss noch besser touristisch erschlossen werden? Dazu soll das Ergebnis einer Potenzialstudie nach der Sommerpause vorgestellt werden.

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Ein Baustein zu einer besseren Präsentation des Landgrafenschlosses war die offizielle Einweihung des rundum restaurierten Schlossbrunnens. Archivfoto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag gefordert, dass der Magistrat unverzüglich sein Konzept zu einer verbesserten Präsentation des Landgrafenschlosses vorlegen solle. Denn schließlich habe der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bereits für das Jahr 2011 angekündigt, dass das Schloss in Marburg stärker im Mittelpunkt stehen solle, hieß es in dem CDU-Antrag, über den am Donnerstag im Schul- und Kulturausschuss des Stadtparlaments debattiert wurde.

Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) machte in der Ausschuss-Sitzung deutlich, dass die Stadt Marburg in Zusammenarbeit mit dem Schloss-Eigentümer - der Philipps-Universität - bei einer Beratungsfirma ein Konzept für die bessere Präsentation des Schloss­areals in Auftrag gegeben habe. Nach einigen Verzögerungen sei diese Potenzialstudie jetzt weitgehend fertiggestellt. Nach der parlamentarischen Sommerpause im September solle diese Studie den Ausschüssen vorgestellt werden und auch in einer Bürgerversammlung zur Diskussion präsentiert werden. Wichtig sei, dass die Stadt Marburg die bessere Präsentation des Schlosses mit der Uni-Leitung abstimme.

Daran beteiligt sei auch Dr. Christoph Otterbeck als Direktor des Uni-Museums. Denn das von ihm geleitete Universitätsmusems für Kulturgeschichte im Landgrafenschloss sei ein Kernbestandteil im Schloss.

Unabhängig davon sei in den zurückliegenden Jahren rund um das Schloss schon einiges passiert, was die Attraktivitätssteigerung des Areals betreffe, sagte Weinbach. So sei beispielsweise die Sammlung „Kirchliche Kunst“ im Schloss neu gestaltet worden. Auch die noch bis Ende 2014 installierte „Grimm“-Ausstellung der Universität hob die Kulturdezernentin hervor.

Als weitere Pluspunkte nannte sie die 2011 abgeschlossene Sanierung des Schlossbrunnens, der sich ebenso zu einem Anziehungspunkt entwickelt habe.

Die Stadt habe zudem den Pulverturm im Schlosspark erworben. Und auch mit der Konzertreihe im nahegelegenen Rosengarten gebe es einen weiteren Baustein, der das Schlossareal attraktiver mache.

Auch in Sachen Stadtmuseum könnte sich demnächst etwas tun. Denn in der Potenzialstudie sollen auch die Chancen eines solchen Museums erörtert werden, machte Weinbach deutlich. Damit reagierte sie auf eine zweite Anfrage der CDU-Fraktion nach dem Stand der Planungen zur Einrichtung eines Stadtmuseums. „Es gibt viele kleinere Städte, die ein Stadtmuseum haben“, sagte Henning Köster (Marburger Linke), der ebenso wie die CDU-Abgeordneten ein Museum für Marburg fordert. Köster bedauerte, dass die Chance vertan worden sei, ein solches Museum im Kilian oder im Fronhofgebäude zu planen.

Es könnte sich aber abzeichnen, dass das Schloss ein Standort für ein Stadtmuseum sein könnte. Ohne der Potenzialstudie vorgreifen zu wollen, sagte Weinbach: „So ein Museum ist teuer. Wir haben viele Sammlungen mit tollen Ausstellungsstücken in Marburg und wir haben das Schloss, das besser gefüllt werden sollte“. In der Potenzialstudie solle aber nicht nur der Standort Schloss für ein solches Museum geprüft werden, kündigte die Kulturdezernentin an.

von Manfred Hitzeroth

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