Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Stadt überlegt, was aus den Häusern wird

Camp in Cappel wird geschlossen Stadt überlegt, was aus den Häusern wird

Das Land Hessen gibt mehrere Flüchtlingsheime auf, darunter das in Cappel. Die Betroffenen sind bereits informiert.

Voriger Artikel
Kontrollierte Sprengung ist erfolgreich
Nächster Artikel
Heim-Pläne zurück auf null

Die sechs Holzhäuser waren im Winter errichtet worden. Damals lebten rund 600 Flüchtlinge vorübergehend im Cappeler Camp. Jetzt sind es nur noch 180.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Camp in Cappel bietet Platz für rund 850 Menschen. Derzeit leben dort nur 180 Flüchtlinge. 
Sie werden nun in andere 
Unterkünfte ziehen.
Derzeit kommen in einem Monat weniger Flüchtlinge nach Hessen als 2015 noch an nur einem Tag. Ende August lebten laut Ministerium rund 6100 Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes. Das hat zur Folge, dass deutlich weniger Plätze in den Unterkünften nötig sind.

Aufgegeben werden unter anderem Erstaufnahmeeinrichtungen in Marburg-Cappel, Herborn, Wetzlar-Niedergirmes, Hessisch-Lichtenau und Korbach. Bereits im April hatte das Land seine 
Kapazitäten deutlich gesenkt. Wann die Einrichtung in Marburg geschlossen wird, stehe noch nicht fest. 180 Menschen leben nach Angaben des Regierungspräsidiums in Gießen derzeit dort. Nach Informationen der OP seien die betroffenen Mitarbeiter informiert, ihnen 
 sei bereits gekündigt worden.

Zahlreiche Projekte betroffen

Das Sozialministerium konnte keine Angaben zum Zeitpunkt der Schließung machen. Die Schließungen seien nicht alle zur gleichen Zeit geplant und unter anderem von Kündigungsfristen abhängig.
Die Stadt Marburg überlegt nun, wie sie die im Winter eigens für Flüchtlinge errichteten Holzhäuser nutzen möchte.

„Die Universitätsstadt Marburg und Hunderte von Ehrenamtlichen haben mit der Begleitung der geflüchteten Menschen im Camp bundesweit Maßstäbe gesetzt. Darauf sind wir stolz. Wir haben gezeigt, dass diese Menschen hier willkommen waren und sind“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD).

Von der Schließung der Cappeler Unterkunft, die eine Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist, sind auch zahlreiche Projekte betroffen. In Folge der im vergangenen Jahr kurzfristig erfolgten Einrichtung des Camps in Cappel durch das Land hatte die Stadt Marburg das „Portal Gisselberg“ als Zentrum mit praktischen Angeboten – wie Sprachkursen – zur Integration von Flüchtlingen eingerichtet.

Marburg war der erste Standort in Hessen, an dem winterfeste Unterkünfte für Flüchtlinge geschaffen wurden. Die Stadt muss nun entscheiden, wie die neuen Holzhäuser sinnvoll 
genutzt werden. In den sechs zweigeschossigen Häusern haben bis zu je 144 Personen Platz.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Camp in Cappel wird geschlossen

Die Flüchtlingszahlen gehen zurück: Das hessische Sozialministerium schließt daher mehrere Flüchtlingscamps - darunter ist auch das in Marburg-Cappel.

mehr
Flüchtlinge verlassen die Hessenkaserne

Die Hessenkaserne in Stadtallendorf wird als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge „passiv gestellt“. Diese Botschaft traf die Verantwortlichen am Mittwoch nach OP-Informationen wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr