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Stadt stellt Pläne für Vitos-Gelände vor

Neue Wohnungen Stadt stellt Pläne für Vitos-Gelände vor

Das Gelände der Vitos-Kliniken befindet sich im Umbruch - unter anderem neue Wohnungen sollen dort entstehen. Nun stellte die Stadt ein erstes Bebauungskonzept für die Ecke Cappeler Straße / Friedrich-Ebert-Straße vor.

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Der Eingangsbereich der Vitos-Kliniken an der Cappeler Straße: Auf dem Gelände sollen neue Wohnungen entstehen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Demnach sollen im Geländedreieck zwischen den beiden Straßen sowie der heutigen Klinik-Privatstraße „Querspange“ rund 100 Wohneinheiten mit jeweils 60 bis 100 Quadratmetern entstehen.

So sollen jeweils sechs dreistöckige Gebäude entlang der Querspange und entlang der Friedrich-Ebert-Straße gebaut werden, zudem fünf dreistöckige Gebäude im innenliegenden Bereich hinter den bereits bestehenden Wohnungen an der Cappeler Straße.

Ein vierstöckiges Gebäude soll außerdem anstelle des eingezäunten Bolzplatzes gegenüber des Stadtbüros seinen Platz finden. Auf der Ecke gegenüber des Franz-Tuczek-Wegs ist darüber hinaus ein ebenfalls vierstöckiges Geschäftsgebäude geplant.

Strukturkonzept steht seit 2003

Im Innenraum der neu entstehenden Wohnungsbauten soll durch einen dreieckig angelegten Park inklusive eines Spielplatzes die Lebensqualiät erhöht werden. Auch der Bolzplatz soll an anderer Stelle neu entstehen.

Darüber hinaus werden dem Plan zufolge Bäume in allen Zwischenräumen gepflanzt. Lediglich einige Besucherparkplätze sollen in dem Wohngebiet oberirdisch angeordnet werden, für die Anwohnerparkplätze würden dementsprechend Tiefgaragen angelegt. Parkraum für Mitarbeiter und Besucher der Kliniken ist nördlich der Begrenzung durch den Einfahrtsweg zum Vitos-Gelände, gegenüber des Franz-Tuczek-Wegs, geplant.

Bereits 2003 wurde ein Strukturkonzept erarbeitet, das als Rahmenplan für die Umgestaltung des Klinikareals beschlossen wurde. Im Jahr 2012 hatte die Stadtverordnetenversammlung dann den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes in dem eingangs skizzierten Bereich gefasst.

Das insgesamt circa 30 Hektar große Klinikgelände befindet sich derzeit in einer Umstrukturierung, da die weitläufige Anlage in dieser Form nicht mehr benötigt wird. Es entstand im 19. Jahrhundert als „Irrenheilanstalt“ und lag in einer „Insellage“ außerhalb der Stadt.

Planverfahren soll in zwei Jahren abgeschlossen sein

Heute ist das Gelände laut Reinhold Kulle, Fachdienstleiter Stadtplanung, jedoch „vollkommen in das Stadtbild intergriert“ und stellt „eine Fläche in strategisch wichtiger Position“ dar.

Die Klinik, die am Standort Marburg rund 480 Mitarbeiter beschäftigt und 187 Betten anbietet, baut derzeit bis zum Ende des Jahres eine neue zentrale Einrichtung, in der die erwachsenen Patienten gemeinsam untergebracht werden. Auch weitere Bauarbeiten sollen in den nächsten Jahren dazu führen, „die Patienten zentral versorgen zu können und uns von der Pavillon-Struktur zu verabschieden“, so Geschäftsführer Marc Engelhard. In den zurückliegenden Jahren waren schon einige soziale Einrichtungen, wie etwa das St. Elisabeth-Hospiz oder eine Kinderbetreuung und eine Schule auf dem Areal angesiedelt worden.

„Wenn alles gut geht, ist das Planverfahren in etwa anderthalb bis zwei Jahren abgeschlossen“, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Der Bebauungsplan sei ausdrücklich noch nicht endgültig, sondern werde unter Beteiligung der Bürger finalisiert. Welche Wohnungsbaugesellschaft letztendlich den Zuschlag erhalte, liege in der Hand von Vitos Gießen-Marburg, der das Gelände noch gehört.

Engelhard betonte aber, dass auch die Psychiatrie-Einrichtung gemeinnützig sei. Kahle gab sich daher optimistisch, „dass zumindest ein Teil in den sozialen Wohnungsbau geht“. Abhängig sei diese Entscheidung allerdings von der Finanzierung der Grundstückkäufe. Am Entscheidungsprozess über die Pläne sollen die Marburger Bürger weiterhin beteiligt werden.

von Peter Gassner

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