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Stadt spielt in der "Champions League"

Studie Stadt spielt in der "Champions League"

Marburg ist die schönste und sympathischste Stadt Hessens - zu diesem Ergebnis kommt das Institut Imakomm in seinem Stadtmarkenatlas 2014. In der Gesamtattraktivität landet die Universitätsstadt auf Rang 3 von 10.

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Idyllischer Blick auf die Oberstadt vom Lahnufer aus gesehen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In der Gesamtattraktivität landet die Universitätsstadt auf Rang 3 von 10. Was viele Bürger der Stadt schon lange geahnt haben, wurde nun von einem unabhängigen Institut bestätigt: Marburg zählt in nahezu allen Bereichen zu den stärksten und besten Städten Hessens. In einer repräsentativen Umfrage ermittelte die Imakomm-Akademie für den Stadtmarkenatlas 2014 die Markenstärke der zehn größten hessischen Städte.

Untersucht wurden Frankfurt am Main (687 775 Einwohner), Wiesbaden (272 636), Kassel (192 874), Darmstadt (147 925), Offenbach (116 945), Hanau (88 834), Gießen (76 680), Marburg (72 433), Fulda (64 229) und Rüsselsheim (60 229).

Ergebnis: Marburg schneidet in allen Kategorien des ermittelten Markenstärke-Indexes überdurchschnittlich ab. „Und das in einer unabhängigen Studie“, freut sich Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann. „Das zeigt, dass unsere Arbeit fruchtet.“

Studienteilnehmer: Stadt hat unverwechselbares Profil

Marburg sei als drittstärkste Gesamtmarke hinter den beiden größten Städten Frankfurt und Wiesbaden der „heimliche Gewinner“. In allen Wertungen liegt die Stadt vor dem mittelhessischen Nachbarn Gießen, dessen Größe vergleichbar ist.

Besonders glänzen kann die Universitätsstadt in der Sympathie bei den Menschen. Bundesweit (6,8 von 10 Befragten) wie auch hessenweit (7,3) landet sie dort auf dem ersten Platz noch vor der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Metropole Frankfurt am Main.

Auf die Frage welche der hessischen Städte außergewöhnlich schön sei, antworten die meisten Befragten mit Marburg (6,8). Hessenweit liegt die Lahn-Stadt in dieser Wertung nur knapp hinter Wiesbaden auf Rang zwei. Doch nicht nur diese absoluten Spitzenwerte zeigen im Vergleich mit anderen Großstädten, welche Strahlkraft Marburg besitzt.

6,7 beziehungsweise 7,2 der Studienteilnehmer bescheinigen der Stadt ein unverwechselbares Profil. In der Kategorie Einzigartigkeit schlägt daher bundesweit der zweite Platz hinter Frankfurt und landesweit immerhin der dritte Platz zu Buche.

Zugesprochen wird zudem eine hohe Offenheit und Toleranz. Mit Bewertungen von 6,7 im Bundesdurchschnitt und 7,2 bei den Befragten in Hessen wird Marburg jeweils auf dem zweiten Rang geführt. Starkes Ergebnis auch bei der Zukunftsfähigkeit „In diesen Kategorien sind wir davon ausgegangen eine Stadt mit hohem Ansehen zu sein“, sagt Stadtentwicklungsreferent Wolfgang Liprecht.
Überraschend sei jedoch, „dass wir fast ausnahmslos mit den beiden großen Städten mithalten können“. Für Oberbürgermeister Egon Vaupel ist das Resultat der Untersuchung daher „nicht nur einfach überraschend gut. Wenn man nur noch mit Frankfurt und Wiesbaden in einer Liga spielt, dann ist das wie Champions League“, so das Stadtoberhaupt.

Ergebnisse sollen „offensiv“ eingesetzt werden

Noch freudiger stellt sich der Wert beim Vertrauen in eine positive Zukunftsentwicklung dar. Hier liegt Marburg in der bundesweiten Einschätzung auf Platz zwei (6,8). In der hessischen Bewertung springt immerhin Platz drei heraus (7,0).
Insgesamt wird die Universitätsstadt deutschlandweit achtmal unter den Top Drei gelistet, bundeslandintern springt sogar neunmal eine Platzierung auf dem Treppchen heraus. Laut Liprecht ein Zeichen „das wir bisher schon gut gearbeitet haben“.

Die Ergebnisse wolle man nun aber „offensiv einsetzen“ und im Stadtmarketing verwenden. Besonders positiv sei neben den Top-Bewertungen in den genannten Bereichen, dass man auch in „ökonomisch relevanten Kategorien“ punkten konnte.

So wurde die Stadt in beiden Wertungen jeweils mit einem Wert von 6,2 auf dem vierten Platz für wirtschaftliche Stärke eingeordnet. Angesichts der Konkurrenz aus Städten wie Kassel oder Darmstadt eine Überraschung.

Wermutstropfen: Zwar liegt Marburg auch in der Lebensqualität weit vorne und belegt den dritten (6,7) beziehungsweise den zweiten Platz (7,0).

Jedoch springt unter den 14- bis 29-Jährigen nur der siebte Rang heraus (5,7) – kein gutes Zeugnis für eine Studentenstadt. Auch im Tourismusbereich liegt noch Potential: Trotz der vielen positiven Stimmen, haben erst 24 Prozent der Befragten die Stadt besucht (Platz 7). Doch wer einmal zu Gast war, der weiß: „Marburg ist eine Reise wert.“ In dieser Kategorie belegt die Stadt den ersten Platz unter früheren Besuchern.

von Peter Gassner

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