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Stadt setzt weiter auf den Antrieb aus der Steckdose

Elektroautos Stadt setzt weiter auf den Antrieb aus der Steckdose

Beschäftigte der Stadt sind auf leisen Sohlen, oder besser, leisen Gummis unterwegs. Die Anschaffung der Elektroautos hat sich für Bürgermeister Kahle gelohnt und soll sogar erweitert werden.

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Quelle: Archivbild

Marburg. Alleine bei der Stadt Marburg gehören sieben Elektroautos zum Fuhrpark. Für Verwaltung (drei), Jugendamt und Bauamt (je einer) sowie für den Fachdienst Stadtgrün, Umwelt und Natur (zwei) stehen die nahezu lautlosen Flitzer parat. Beim städtischen Tochterunternehmen Stadtwerke sind es nochmals mehr als zehn. Weg vom Sprit, hin zur Batterie - dieser Weg hat sich aus Sicht von Bürgermeister Franz Kahle gelohnt und mittlerweile bewährt. Da können kleine Rückschläge zur kalten Jahreszeit weggesteckt werden. „Im Winter ließ die Ladekapazität doch erheblich nach. Teilweise wurden Reichweiten von nur 75 Kilometern bei voller Ladung angezeigt.“ Im Regelfall stehen zumindest 150 Kilometer zur Verfügung. Liegengeblieben ist aber niemand. „Für den Stadtverkehr reicht die Kapazität.“

Grund genug also für Kahle, im Haushalt 2013 zwei weitere E-Fahrzeuge einzuplanen - zumal die Entwicklung bei den Reichweiten in mindestens genauso flottem Tempo voran geht. E-Autos haben längst Serienreife, bringen es mittlerweile auf bis zu 250 Kilometer.

Auch die Marburger Bürger sollen von den umweltschonenden Pkw profitieren. Gemeinsam mit dem Carsharing-Unternehmen aus Marburg soll auch hier ein Auto mit Batterieantrieb angeschafft werde, ein Citroen Zero. Das Unternehmen kommt für die Kosten der Basiskosten auf, den Elektrozuschlag, circa 15000 Euro, übernimmt die Stadtkasse. An der Strom-Tankstelle am TTZ soll der Wagen beheimatet sein. „Wir arbeiten von der Verwaltung lange mit dem Marburger Unternehmen zusammen, nutzen oft das Car-Sharing und beteiligen uns alle somit aktiv am Umweltschutz.“ Ob ein E-Auto zum Teilen mit Ladezeit und Reichweite geeignet ist, das müssten die Erfahrungswerte zeigen.

Wo die beiden neuen Stadtautos eingesetzt werden sollen, das steht auch noch nicht fest. Eigentlich sollte eine Variante für den Spielplatzkontrolleur angeschafft werden. Da das Raumvolumen im Inneren wegen der großen Batterie deutlich geringer ist als bei Benzinern, reicht der Kofferraum nicht aus.

von Carsten Bergmann

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