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Stadt möbelt 250 Meter Fußweg auf

Fußweg-Sanierung Stadt möbelt 250 Meter Fußweg auf

Die Treppe neben dem Gelände des Christian-Wolff-Hauses an der Friedrich-Ebert-Straße überwindet auf 250 Metern einen beträchtlichen Höhenunterschied.

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Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic (von links), Stadtplaner Dr. Heinrich Scherer, Pia Tana Gattinger von Bürgerinitiative für soziale Fragen, Ortsbeiratsmitglied Bernd Hannemann und Bürgermeister Dr. Franz Kahle stellten den neu gestalteten Weg vor. Foto: Tannert

Richtsberg. Bis vor Kurzem war die Steigung für Fußgänger mit Rollator, Einkaufs- oder Kinderwagen kaum zu bewältigen. Über die hohen, steilen Treppenstufen konnten Rollwagen oder Fahrräder nur mit äußerster Kraftanstrengung befördert werden. Auch im Dunkeln war der bisher nicht beleuchtete, kurvige Weg nur schwer passierbar.

Im Zuge des Projekts Stadträumliche Anbindung Marburg-Richtsberg wurden die vorhandenen Stufen nun mit Kinderwagentreppen, in die Stufen eingearbeitete Rampen aus Beton, erweitert. Zudem sorgen ab sofort vier LED-Lampen für durchgängige Beleuchtung des Weges im Dunkeln. Außerdem wurden einige der Bäume entlang der Strecke zurückgeschnitten oder entfernt, um mehr Licht und Platz zu erhalten.

Kosten für den Umbau betragen 10500 Euro

Ausgeführt wurde der zweiwöchige Umbau von Verantwortlichen des Stadterneuerungsprojekts Richtsberg in Kooperation mit den Stadtwerken, welche die Kabel für die Laternen verlegten, sowie dem Fachdienst Stadtgrün. Durch den Einsatz der stadteigenen Baukolonne konnten die Ausgaben niedrig gehalten werden. Die Kosten für den Umbau des Weges liegen bei 10500 Euro, inklusive 6000 Euro für die neue Beleuchtung.

Der Weg sei nun mit weniger Hindernissen besser passierbar, jedoch müsse jeder Passant selber wissen, ob er sich den steilen Weg zutraut, betonte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) bei der Vorstellung. Der Höhenunterschied der einzelnen Treppenabschnitte liegt bei etwa 15 bis 75 Zentimeter. Einen schwer beladenen Rollwagen über die eingelassenen Rampen zu schieben, ist daher nicht gerade leicht, jedoch deutlich einfacher als vor dem Umbau.

„Das war schon lange nötig“, sagte Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic und freut sich über das Projekt. Der viel begangene Weg ist eine beliebte Anbindung zur Südstadt. Dieser sei nun sicherer geworden. „Wir wollen kurze Wege, die man gut nutzen kann“, betonte auch der zuständige Stadtplaner Dr. Heinrich Scherer. Für Rollstuhlfahrer sind die Rampen jedoch nicht geeignet, dies lasse die Steigung des Geländes einfach nicht zu.

Die städtebauliche und stadträumliche Erneuerung des Richtsbergs wurde bereits im Jahr 1986 vom Magistrat beschlossen. Seitdem wurden nach und nach verschiedene Projekte im Stadtteil aus Landes- und Bund-Länder-Programmen finanziert und durchgeführt. In Kooperation mit verschiedenen städtischen Fachdiensten, Wohnungsunternehmen sowie politischen Verantwortlichen konnte der Fachdienst Stadtplanung bereits zahlreiche bauliche Veränderungen umsetzen. Mit dem Umbau des Abschnitts Friedrich-Ebert- und Berliner Straße ist nun die gesamte Wegführung bis zum Rollwiesenweg oberhalb des Psychiatriegeländes mit Kinderwagentreppen und Beleuchtung ausgestattet.

Als nächstes Projekt wollen sich die Stadtplaner die steile Böschung neben dem Kindergarten an der Berliner Straße vornehmen. Diese soll ebenfalls mit einer Kinderwagentreppe versehen werden.

von Ina Tannert

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