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Stadt hat jetzt zwei „starke Schulen“

Gütesiegel Stadt hat jetzt zwei „starke Schulen“

Die Grund-, Haupt- und Realschule belegte bei den bundesweiten Wettbewerb in Hessen den fünften Platz.

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Ellen Grocholski (von links), Elisabeth Martirosyan, Dr. Kerstin Weinbach, Bettina Behrndt, Bernhard Drude und Thomas Hesse bei der Enthüllung der Tafel.Foto: Kristina Gerstenmaier

Ockershausen. „Wir wussten immer, dass die Theodor-Heuss-Schule eine starke Schule ist und jetzt haben wir es auch noch auf dem Schild stehen“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) im Forum der Theodor-Heuss-Schule (THS).

Dort hatten sich Vertreter des Hessischen Schulamts, der Schüler- und Elternschaft, der Lehrer und der sichtlich stolze Schulleiter Thomas Hesse versammelt. Die Schülerband spielte.

Denn an diesem Tag gab Hesse das Ergebnis aus dem bundesweiten Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ bekannt: Die Grund-, Haupt- und Realschule in Ockershausen hatte sich in Hessen bei einer Konkurrenz von insgesamt 45 Schulen durchgesetzt und den fünften Platz belegt. Für vier Jahre darf sie sich nun „Starke Schule“ nennen, ein neues Schild am Haupteingang, das an diesem Tag enthüllt wurde, bekundet es.

Damit ist die THS nach der Friedrich-Ebert-Schule in Marburg die zweite Schule, die diesen Titel tragen darf. Der bundesweite Wettbewerb 2012/2013, an dem insgesamt 700 allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe I teilnahmen, wurde ausgerichtet von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung.

Er dient dem Zweck, Schulen in Deutschland stark zu machen, Begabungen auszubauen, die Übergänge zu weiterführenden Schulen oder Ausbildungsbetrieben zu erleichtern und Netzwerke auszubauen. Von einer Jury aus Vertretern aus Bildung, Wirtschaft, und Wissenschaft wurden die Schulen nach ihren Angeboten zur Berufsorientierung und Förderung der Ausbildungsreife und der Übergänge, nachhaltigen Lehrformen, inwiefern sie Netzwerke nutzen und wie gut sie Begabungen ausbauen, bewertet.

Seit sieben Jahren befindet sich die THS in einem Veränderungsprozess zu einer moderneren Schulform, wie Schulleiter Hesse erzählt. Das Schulkonzept sieht unter anderem ein gemeinsames Lernen im Klassenverband, eine Lehrer-Doppelbesetzung im Hauptfachunterricht, differenzierte Rückmeldungen in der fünften und sechsten Klasse statt „Zahlennoten“, ein individuelles Lernen, das die Selbstständigkeit fördern soll, sowie die Lernbereiche „Lebensplanung“ und „Berufsorientierung“ ab der fünften Klasse vor.

Mit diesem Konzept habe man die Jury wohl überzeugen können, so Hesse. Für vier Jahre wird die Schule THS ins Netzwerk „Starke Schule“ aufgenommen, das länderübergreifend Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten sowie Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisationsentwicklung für Lehrer anbietet.

„Hinter dieser Auszeichnung steckt viel Arbeit über eine lange Zeit“, sagte Bernhard Drude, Direktor des Staatlichen Schulamts. „Sie ist auch deshalb besonders schön, weil die Theodor-Heuss-Schule und die Friedrich-Ebert-Schule nun gemeinsam Stärke zeigen müssen.“

von Kristina Gerstenmaier

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