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Stadt fordert Schadensersatz von Beamtem

Veruntreuung Stadt fordert Schadensersatz von Beamtem

Die Stadt Marburg will gegen den 53-jährigen Beamten, der öffentliches Geld veruntreute, Schadensersatzansprüche geltend machen. Das bestätigte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) der OP.

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Fassungslose Gesichter bei der Pressekonferenz am Dienstag: Oberbürgermeister Egon Vaupel (rechts) und der Pressesprecher der Stadt Marburg, Rainer Kieselbach.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Vaupel hat einen Rechtsanwalt damit beauftragt, zivilrechtlich gegen den vom Dienst suspendierten Beamten vorzugehen und Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Strafrechtlich wird der Marburger Familienvater ohnehin verfolgt.

Der bisher als vertrauenswürdig geltende Ex-Mitarbeiter soll allein in den vergangenen fünf Jahren mehr als 650.000 Euro veruntreut haben (diese Zeitung berichtete). Der Beamte war seit 1990 als einziger Mitarbeiter für die Abrechnung von Beihilfen für städtische Bedienstete zuständig. Die Veruntreuung soll sich über mehr als zehn Jahre erstreckt haben. Thomas Strecker, der Verteidiger des Marburgers, erklärte am Freitag auf Anfrage der OP, dass seinem Mandaten die Tat leid tue und er sich nach Kräften um Schadenswiedergutmachung bemühe.

Seitdem klar ist, dass der Ex-Mitarbeiter öffentliches Geld in die eigene Tasche steckte, hat Vaupel keinen Kontakt mehr zu diesem gehabt, wie er sagte. „Ich suche auch aus juristischen Gründen keinen Kontakt zu ihm.“
Vaupel erklärte auf Nachfrage, dass er bereits vor einem Jahr erwogen habe, die Bearbeitung der Beihilfe umzustrukturieren, es habe aber keinen aktuellen Anlass zu einer sofortigen Änderung gegeben.

Die Marburger FDP spricht unterdessen von einem Missstand in der Organisation der Stadtverwaltung. Ähnlich äußert sich die MBL.

von Anna Ntemiris

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Veruntreuungsfall in Marburg

Der städtische Mitarbeiter, der seit mehr als zehn Jahren rund 1,5 Millionen Euro aus der Stadtkasse Marburgs veruntreut haben soll, hat auch seine eigene Akten bearbeitet. Nachdem er bei sich Geld für Arztrechnungen beantragte, gewährte er sich diese Beihilfe.

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