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St.-Elisabeth-Mitarbeiter denken auch an andere

Spendenübergabe St.-Elisabeth-Mitarbeiter denken auch an andere

Bei der Jahresabschlussfeier der Mitarbeiter desSt.-Elisabeth-Vereins gibt es traditionell eine Tombola, deren Erlös einem guten Zweck zukommt. Dieses Jahr profitieren drei Projekte vom Rekordergebnis von 4062 Euro.

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Spendenübergabe des Tombola-Erlöses beim St.-Elisabeth-Verein (von links): Nadine Weigel (MiRO-Waisenhaus Kenia), Ulrich Kling-Böhm und Marlies Knoops (Diakonisches Werk, Flüchtlingsberatung) sowie Tombola- und Mitarbeiterfest-Organisator Paul Rödl, Matthias Bohn (Vorstand) und Jürgen Jacob (Organisationsteam), alle vom Elisabeth-Verein.Foto: Michael Agricola

Marburg. „Sonst sind wir es ja normalerweise, denen mit Spenden geholfen wird“, sagte Hans-Werner Künkel vom Vorstand des St.-Elisabeth-Vereins, der als sozial-diakonischer Träger der Jugend- und Altenhilfe sowie in der Sozialpsychiatrie tätig ist. Und setzte hinzu: „Diesmal geben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas zurück.“ Denn die Teilnehmer konnten während der jährlichen Elisabethfeier des Vereins nicht nur fleißig Lose für die große Tombola kaufen, die seit 1992 zum festen Programm der Mitarbeiterfeier gehört.

Sie bestimmten auch mit, wie der Erlös auf die drei ausgewählten Empfänger verteilt werden sollte. Wer die meisten Stimmen auf sich vereint, bekommt 50 Prozent der Spendensumme, die beiden anderen 30 beziehungsweise 20 Prozent.

Damit die gut 400 Gäste einschätzen konnten, wem sie ihre Stimme geben wollten, präsentierten sich die drei Projekte während der Feier im Bürgerhaus Fronhausen mit einem Informationsstand.

Die meisten Stimmen und damit auch das meiste Spendengeld (2031 Euro), bekam das MiRO-Waisenhaus in Kenia, das seit fünf Jahren von einem Team um die OP-Redakteurin Nadine Weigel unterstützt und betreut wird. Dort leben inzwischen 38 Kinder zwischen wenigen Monaten und 14 Jahren. Das von Marburg aus gesteuerte MiROProjekt hat inzwischen Vereinsstatus und versucht derzeit, die finanzielle Basis für den Kauf eines eigenen Grundstücks zur Selbstversorgung und den Bau eines Hauses in einem sicheren Teil des Landes zu schaffen. Die Lage an der Küste ist wegen häufiger Anschläge und Geiselnahmen durch die islamistische Al-Shabaab-Miliz zunehmend unsicherer geworden.

Der zweite Platz bei der „Tombola-Wahl“ der Elisabethverein-Beschäftigten und damit 1218,60 Euro kommen der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks Oberhessen zugute. Diese unterstützt das Projekt „Abendschule für Asylsuchende“, das auch Über-25-Jährigen den Schulbesuch bis zu einem Hauptschulabschluss ermöglichen kann. Das Problem ist bei den älteren Flüchtlingen, dass die Fahrkosten zur Schule nicht ersetzt werden. Dafür will man das Geld in erster Linie verwenden, so Marlies Knoops von der Beratungsstelle.

812,40 Euro fließen schließlich wieder in den Elisabeth-Verein zurück. Damit wird das hauseigene „Projekt Medienkompetenz“ unterstützt, das Kindern und Jugendlichen in den Wohngruppen des Vereins mit der Arbeitsgruppe „PC for Kids“ den sicheren Zugang zum Internet und den verantwortungsvollen Umgang damit ermöglichen soll.

von Michael Agricola

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